Bundesgerichtshof bestätigt das Verbot des Romans Esra von Maxim Biller

Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshof hat das von den Vorinstanzen ausgesprochene Veröffentlichungsverbot des Romans bestätigt.

Das Buch schildert im wesentlichen die Liebesbeziehung zwischen Esra und dem Ich-Erzähler, dem Schriftsteller Adam. Es werden keine Typen dargestellt, sondern Porträts.

Die durch die Verfassung garantierte Kunstfreiheit (Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG ) hat unter den Umständen des Falls hinter dem gemäß Artikel 2 Abs. 1 GG ebenfalls grundrechtlich geschützten allgemeinen Persönlichkeitsrecht der Klägerin zurückzutreten.

Die gilt in der Abwägung zwischen Kunstfreiheit und allgemeinem Persönlichkeitsrecht, wenn eine Romanfigur keine verselbständigte Kunstfigur, sondern eine real existierende Person darstellt und diese durch Hinzufügung von Details in negativer Weise entstellt wird.

Quelle: Mitteilung der Pressestelle des BGH Nr. 90/2005 BGH Urteil vom 21. Juni 2005

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Themen: Verbot , Bundesgerichtshof , Esra
Rechtsgebiet: Medienrecht

Erschienen 29. November 2005 auf http://www.recht-blog.com.

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