Bundesetat - Bislang geringerer Ausgabenanstieg als geplant

Berlin (Reuters) - Die Ausgaben des Bundes haben sich im ersten Halbjahr günstiger entwickelt als auf Ganzjahresbasis geplant.

Sie nahmen von Januar bis Juni mit 139,6 Milliarden Euro nur um 3,7 Prozent zu, während für 2008 insgesamt ein Plus von 4,7 Prozent zugrunde gelegt wurde. Dies geht aus dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht des Finanzministeriums hervor. Allerdings stiegen auch die Einnahmen mit einem Prozentsatz von 5,4 weniger stark als für das Gesamtjahr mit einem Plus von sechs Prozent eingeplant. Das Wachstum der Steuereinnahmen allerdings überschritt mit 3,9 Prozent im Halbjahr den Gesamtjahres-Planwert von 3,4 Prozent.

Unter dem Strich blieb Mitte des Jahres eine Finanzlücke von 13,1 Milliarden Euro, eine Milliarde Euro mehr als für das Jahr 2008 insgesamt vorgesehen. Die für 2008 geplante Neuverschuldung von 11,9 Milliarden Euro dürfte gehalten werden, hieß es.

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden (ohne reine Gemeindesteuern) nahmen im Juni, wie schon früher bekanntgeworden war, um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Für die ersten sechs Monate ergab sich eine Anstieg von 5,9 Prozent. Besonders stark erhöhten sich im Juni die Einnahmen aus der Lohnsteuer mit 7,4 Prozent. Die Einnahmen aus Steuern vom Umsatz, die als wichtiger Indikator für den privaten Konsum gelten, erhöhten sich gleichfalls mit 7,2 Prozent kräftig.



Quelle: Reuters (21. Juli 2008)

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Erschienen 21. Juli 2008 bei http://www.reuters.com.

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