BSG: Stromkostenerstattung ist kein Einkommen
Kanzlei Blaufelder | 24. August 2011 — Eine Stromkostenerstattung aus Vorauszahlungen, die ein Hartz-IV-Empfänger aus seiner Regelleistung bezahlt hat, darf das Job…
Der 14. Senat des Bundessozialgerichts beabsichtigt, am 23. August 2011 nach mündlicher Verhandlung über mehrere Revisionen aus dem Themenkreis Grundsicherung für Arbeitsuchende zu entscheiden, darunter in einem Verfahren [B 14 AS 186/10 R - H.R. ./. Landkreis Oberhavel] über die zwischen den Beteiligten streitige Berücksichtigung einer Erstattung von Stromkosten als Einkommen iR des SGB II. Dem Verfahren liegt folgender Fall zugrunde:
Die 1978 geborene Klägerin wohnt zusammen mit ihrer Mutter, [die die Klägerin und Revisionsbeklagte des weiteren Revisionsverfahrens B 14 AS 185/10 R ist], in einer Dreizimmerwohnung in Oranienburg. Sie bezieht seit dem 1.1.2005 ununterbrochen Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II.
Am 15.5.2007 reichte die Klägerin die Stromabrechnung für das Jahr 2006 beim Beklagten ein, aus der sich für die Klägerin und ihre Mutter ein Guthaben von insgesamt 164,35 Euro ergab, das bereits am 23.2.2007 ausgezahlt worden war. Der Beklagte hob daraufhin den Leistungsbescheid für die laufende Bewilligungsperiode teilweise auf und rechnete das Guthaben aus der Stromabrechnung in Höhe von 82,17 Euro als Einkommen an. Zugleich forderte er von der Klägerin einen Betrag von 82,17 Euro zurück. Auf den Widerspruch der Klägerin minderte er die Rückforderung auf 52,17 Euro.
Auf die dagegen gerichtete Anfechtungsklage hielt das SG [SG Neuruppin - S 18 AS 1064/09 WA -] eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen wegen der Stromkostenerstattung nicht für gegeben, weil der Erstattungsbetrag aus einer periodischen Stromkostenabrechnung resultiere. Für diese würden aber vorherige eigene Vorauszahlungen des Hilfebedürftigen aus Mitteln der Grundsicherung geleistet. Eigene Leistungen des Hilfebedürftigen aber könnten nicht später bei Errechnung der Stromkostenerstattung als Einkommen qualifiziert werden. Gegen dieses Urteil wendet si…
» Vollständiger ArtikelErschienen 18. August 2011 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
Kanzlei Blaufelder | 24. August 2011 — Eine Stromkostenerstattung aus Vorauszahlungen, die ein Hartz-IV-Empfänger aus seiner Regelleistung bezahlt hat, darf das Job…
Rechtsanwalt Köper Hamburg | 19. Mai 2009 — Das Bundessozialgericht hat entschieden (Urteil vom 9. Mai 2009 B 8 SO 8/08 R), dass beim Zusammenleben einer über 65jährigen Mutt…
Recht und Alltag | 6. Dezember 2007 — Im Verfahren B 14/7b AS 16/06 R hatte der 14. Senat des Bundessozialgerichts am 6. Dezember 2007 darüber zu entscheiden, ob der…
Meyer-Köring v.Danwitz | 18. Juli 2007 — Der Bundesgerichtshof hat in einem Urteil vom 20. Dezember 2006 (XII ZR 84/04) darüber entschieden, wie sich Grundsicherungslei…
Recht & Mediation | 13. Juli 2009 — Mit der Frage, ob Kinder bzw. der umgangsberechtigte Elternteil Leistungen der Grundsicherung erhält, hatte das Bundessozialger…
Recht und Alltag | 20. September 2007 — Krankenhaustagegeld ist nicht als Einkommen des Arbeitslosen zu berücksichtigen, soweit es einem anderen Zweck als die Grundsic…
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 7. Dezember 2009 — Darlehen an Empfänger der Grundsicherung für Arbeitsuchende werden nicht als Einkommen angerechnet. Dies entschied das Sozialge…
Recht und Alltag | 20. Dezember 2006 — Existenzgründungszuschüsse (EGZ) dienen einem anderen Zweck als das Arbeitslosengeld II. Sie dürfen daher bei AlGII-Empfängern …
Rechtblog | 7. Juni 2006 — Die einem Sozialhilfeempfänger bewilligte und ausgezahlte Eigenheimzulage stellt Einkommen im Sinne des Sozialhilferechts dar. Di…
Rechtblog | 25. April 2006 — Im vorliegenden Fall hatte das OLG Karlsruhe über einen Amtshaftungsanspruch zu entscheiden. Der Kläger hatte Leistungen nach dem …