Geständnis: Drogensüchtiger Geiselnehmer schoss auf Polizisten
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Wie SPIEGEL-ONLINE berichtet, sind din den letzten Wochen wieder vermehrt gewaltsame Übergriffe von Polizisten in Los Angeles gegen Bürger bekannt geworden, von denen jedenfalls zum Zeitpunkt dieser Übergriffe keine Gefahr (mehr) ausging und die teilweise auf Video aufgenommen und bei Youtube, der größten Video-Plattform im Internet, veröffentlicht wurden. Um die Gefahr von Ausschreitungen wie im Jahr 1991, als ein Amateurfilmer die Misshandlung des Afroamerikaners Rodney King mit Elektroschockern und Schlagstöcken mitschnitt, zu verhindern, sollen die jetzt bekannt gewordenen Ausschreitungen von dem damaligen Chef-Ermittler Merrick Bobb untersucht werden. Im Fall Rodney King waren die an der Tat beteiligten Polizisten trotz des erdrückenden Video-Beweismaterials in einem ersten Prozess freigesprochen worden, was zu den schlimmsten Rassenunruhen aller Zeiten in L.A. geführt hatte. Mehr als 50 Tote, rund 2.000 Verletzte und 8.000 Festnahmen waren damals das traurige Resultat der Unruhen. Im Berufungsverfahren waren die Polizisten schließlich zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Rodney King erhielt 3,8 Millionen Dollar Schadensersatz. Das Fass zum Überlaufen brachte jetzt ein mit einem Handy aufgenommenes Video von einem Polizeieinsatz in der Universität von L.A. Die Campus-Polizei hatte den muslimischen Studenten Mostafa Tabatabainedschad mit Elektroschockern malträtiert, nachdem dieser sich nach entsprechender Aufforderung widerstandslos aus der Uni-Bibliothek entfernt hatte. Mit den Schockern - sogenannten Tasern - können Stromstöße mit mehreren 10.000 Volt versetzt werden. Das 23-jährige Opfer des Übergriffs vermutet ethnische und antiislamische Motive bei den Polizisten. Auf einem anderen Video ist zu sehen, wie Polizisten einen Mann, der zuvor mit Handschellen in einen Polizeiwagen verbracht und ruhig gestellt worden war, danach mit Pfefferspray misshandeln. Die Wut in Los Angeles wächst und der Ermittler Merrick Bobb, der im Fall Rodney King die beteiligten Polizisten zur Strecke brachte, soll Schlimmeres verhüten. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
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