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Briefe gegen das Vergessen - Dezember 2006: Peru

am 10.12.2006 von http://menschenrechte.blogg.de/

Pamela Huaringa Félix

Pamela Huaringa Félix wird immer wieder bedroht, damit sie ihre Klage gegen die Polizisten zurückzieht, denen sie vorwirft, im November 2004 ihren Bruder erschlagen zu haben. Ihr Bruder Ricardo Huaringa Félix war auf der Straße von zwei Polizisten verprügelt worden. Er erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Polizisten wurden zunächst wegen »Folter mit Todesfolge« unter Anklage gestellt – ein Straftatbestand, der mit einer 20-jährigen Haftstrafe geahndet wird. Bei Prozessbeginn im Mai 2006 legte der Staatsanwalt den beiden Beamten jedoch nur »Folter« zur Last, was maximal acht Jahre Haft bedeutet. Pamela Huariga Felix © ai
Pamela Huaringa Félix setzt sich seit dem Tod ihres Bruders für die Aufklärung des Falles ein. Nach vorliegenden Informationen wurde die Frau im November 2005 von zwei Männern entführt, die sie sechs Stunden lang festhielten und auf sie einschlugen. Im August 2006 wurden zwei Polizisten aus dem Gefängnis entlassen, denen der Tod von Ricardo Huaringa Félix zur Last gelegt wird, weil sie länger als die gesetzlich zugelassenen 18 Monate in Untersuchungshaft verbracht hatten. Zwei Wochen später erhielt Pamela Huaringa Félix anonyme Anrufe, in denen man ihr drohte, sie zu töten. ai hat zahlreiche Fälle dokumentiert, die belegen, dass in Peru Opfer von Menschenrechtsverletzungen, deren Angehörige sowie Menschrechtsverteidiger systematisch drangsaliert und bedroht werden.

Schreiben Sie bitte höflich formulierte Briefe an die Generalstaatsanwältin von Peru, in denen Sie sie auffordern, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit von Pamela Huaringa Félix zu gewährleisten. Fordern Sie eine umfassende Untersuchung …

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