BPatG: Muss „Schwarzwälder Schinken“ im Schwarzwald geschnitten werden?

Was war passiert?Der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller hatte beantragt, die geltenden Bedingungen für die Verwendung der geschützten geographischen Herkunftsbezeichnung „Schwarzwälder Schinken“ zu ändern. Der Schutzverband beantragte, dass ein Schinken geschnitten und verpackt nur als „Schwarzwälder Schinken“ bezeichnet und in den Handel gebracht werden darf, wenn dieser im Schwarzwald geschnitten und verpackt wurde.

Gegen diesen Antrag legten drei Firmen Einspruch ein, darunter auch ein größerer Fleischverarbeitungsbetrieb, der zwar im Schwarzwald Schinken produziert, diesen jedoch neben anderen Wurstwaren zentral in Norddeutschland schneidet und verpackt.

Das Deutsche Patent- und Markenamt wies den Antrag des Schutzverbandes ab, da eine derartige Beschränkung der Vermarktungsbedingungen für Schwarzwälder Schinken nicht hinreichend gerechtfertigt sei. Gegen diese Entscheidung klagte der Schutzverband nun vor dem Bundespatentgericht.

Wie entschied das BPatG?Das Bundespatentgericht entschied mit Urteil vom 13.10.2011 (Az. 30 W (pat) 33/09) - Pressemitteilung zu Gunsten des Schutzverbandes und hob damit die Entscheidung des DPMA auf.

Der für den Schutz geographischer Bezeichnungen zuständige 30. Senat des Bundespatentgerichts ist der Ansicht, dass die Echtheit von geschnittenem und verpacktem Schwarzwälder Schinken nur dann hinreichend gewährleistet sei, wenn d…

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Themen: Marken , Mba , Schwarzwald , Werbung , Aktuelles Von Christopher A. Wolf
Rechtsgebiet: Markenrecht

Erschienen 17. Oktober 2011 auf http://www.pfitzer-law.de/.

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Pressemitteilung vom 13.10.2011