BPatG: Markenbenutzung muss auch ohne Hinweis des Gerichts glaubhaft gemacht werden

BPatG, Beschluss vom 23.04.2009, Az. 30 W (pat) 166/06 §§ 43 Abs. 1 S. 2 MarkenG

Das BPatG hat entschieden, dass, wer die Benutzung einer Marke im Beschwerdeverfahren nicht von sich aus glaubhaft macht, das Verfahren unter Kostentragung verlieren kann. Im konkreten Fall hatte die Widersprechende Widerspruch gegen eine neu eingetragene Marke wegen Verwechslungsgefahr erhoben. Dieser Widerspruch wurde mangels Verwechslungsgefahr zurück gewiesen, zugleich wurde durch die Markenstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes jedoch klar gestellt, dass die von der Gegenseite erhobene Einrede der Nichtbenutzung der Marke durch die Widersprechende für das weitere Verfahren relevant sei. Im zweiten Beschluss der Markenstelle auf die Erinnerung der Widersprechenden wurde ausdrücklich konstatiert, dass eine Benutzung nicht belegt wurde. In ihrer Beschwerde auf diesen zweiten Beschluss machte die Widersprechende die Benutzung ihrer Marke immer noch nicht glaubhaft und legte keinerlei Unterlagen vor. Aus diesem Grund wies das Gericht die Beschwerde unter Auferlegung der Kosten zurück. Nach Auffassung des Gerichts hätte die Widersprechende ohne weitere Aufforderung Unterlagen zur Glaubhaftmachung der Benutzung vorlegen müssen, da ihr durch die vorherigen Beschlüsse der …

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Benutzung , Bpatg , Dpma , Marke , Urteile & Beschlüsse , Beschwerde , Patent , Bundespatentgericht , Widerspruch , Glaubhaftmachung , Glaubhaft , Aufforderung , Erinnerung , Markenstelle
Rechtsgebiet: Markenrecht

Erschienen 10. Juli 2009 auf http://damm-legal.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

BPatG: Gericht darf durch das Geben eines Hinweises keine Partei nehmen

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 15. April 2011 — BPatG, Beschluss vom 11.01.2011, Az. 24 W (pat) 25/09§§ 107, 114, 43 Abs. 1 Satz 2 MarkenG i. V. m. § 26 MarkenG Das BPatG ha…

BPat: Heise scheitert mit Beschwerde

MarkenBlog | 13. Juni 2006 — Unter dem Aktenzeichen 25 W (pat) 252/03 hatte sich das Bundespatentgericht mit der Rechtsbeschwerde des Verlag Heinz Heise Gmb…

BPatG: Kostentragung bei Nichtrücknahme eines auf Grund Löschung aussichtslosen Widerspruchs

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 21. August 2009 — BPatG, Beschluss vom 25.06.2009, Az. 30 W (pat) 159/06 §§ 63, 71 MarkenG Das BPatG hat entschieden, dass die nicht rechtzei…

REVITALIQUE vs. VITALIQUE

Recht geblogt | 21. November 2011 — Die Benutzung einer Marke ist für deren Erhalt und Durchsetzbarkeit von essentieller Bedeutung, insbesondere wenn die sogenannt…

BPatG: Zu den Widerspruchskosten bei bösgläubiger Markenanmeldung

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 1. September 2009 — BPatG, Beschluss vom 30.06.2009, Az. 24 W (pat) 37/07 §§ 63, 71 MarkenG Das BPatG hat entschieden, dass im Falle einer bösg…

Prinzessin gewinnt gegen Prinz aus formalen Gründen.

Recht geblogt | 1. Februar 2011 — Im Jahr 2006 wurde die Marke Prinzessin von Hohenzollern für die Klassen 30, 32 und 33 angemeldet und das DPMA registrierte …

BPatG: B vs. D

MarkenBlog | 10. Dezember 2008 — Unter dem Aktenzeichen 27 W (pat) 113/07 hatte sich der 27. Senat (Marken-Beschwerdesenat) des Bundespatentgerichts mit der Bes…

BPatG: Zur Kostentragungspflicht eines Verfahrensbeteiligten aus Billigskeitsgründen

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 11. Januar 2012 — BPatG, Beschluss vom 02.02.2011, Az. 26 W (pat) 47/10 § 71 Abs. 1 S. 1 MarkenG, § 71 Abs. 4 MarkenG Das BPatG hat entschi…

Benutzung einer Marke auch mit Zusätzen.

Recht geblogt | 1. Juli 2010 — In der Entscheidung des BPatG (24 W (pat) 66/08) über den Widerspruch der Marke „Perox“ gegen die Registrierung der Marke „Per…

BPatG: Keine rechtserhaltende Benutzung einer Marke, wenn diese innerhalb von 2 Jahren nur zweimal kurzzeitig für den Vertrieb ver…

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 13. Mai 2011 — BPatG, Beschluss vom 03.03.2011, Az. 25 W (pat) 50/10§ 26 Abs. 1 MarkenG Das BPatG hat entschieden, dass eine rechtserhalte…