De-Mail? Nein Danke !
Schnüffelblog | 21. Juli 2010 — daten-speicherung.de warnt vor De-mail: Seit kurzem kann man von einigen privaten Anbietern De-Mail-Adressen registrieren lassen…
Seit kurzem kann man von Anbietern wie GMX, Web.de oder der Telekom De-Mail-Adressen registrieren lassen. De-Mail ist ein E-Mail-Postfach, vor dessen Einrichtung man sich mit einem Ausweis eindeutig identifizieren muss (z.B. per Postident).
Aus den folgenden Gründen kann von einer Registrierung und Nutzung von De-Mail nur abgeraten werden:
Vor der Einrichtung eines De-Mail-Briefkastens muss man sich identifizieren, was bei einem normalen Briefkasten, bei dem Versand von Briefen oder bei sonstigen E-Mail-Konten nicht erforderlich ist. Nur anonyme Kommunikation ist aber sicher vor vor missbräuchlicher Aufdeckung. Aufgrund der Architektur von De-Mail fließen alle Daten und Kontakte auf die Person rückführbar an einer zentralen Stelle zusammen; die Verwendung mehrerer, nicht in Verbindung zu bringender Identitäten ist nicht möglich. Die hinterlegten persönlichen Daten des Nutzers sind für eine Vielzahl von Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten ohne richterliche Anordnung anforderbar (§ 113 TKG), die Identität hinter einer De-Mail-Adresse ist für über 1.000 Behörden in einem Onlineverfahren abrufbar (§ 112 TKG), in dem täglich 12.000 Zugriffe auf Kundendaten erfolgen. Der De-Mail-Gesetzentwurf sieht in § 16 sogar die Namhaftmachung des Postfachinhabers auf Anfrage Privater vor – für die Post oder einen E-Mail-Anbieter wäre eine solche Auskunft eine schwerwiegende Verletzung des Datenschutzes. Eine Vorratsspeicherung der Verbindungsdaten jeder De-Mail (vgl. § 100 TKG) schließt der Gesetzentwurf nicht aus. Kennung und Passwort zu einem De-Mail-Postfach sind auf Anforderung einer Strafverfolgungsbehörde, einer Polizeibehörde, des Bundesamts für Verfassungsschutz, des Bundesnachrichtendienstes oder des Militärischen Abschirmdienstes ohne richterliche Anordnung herauszugeben (§ 113 TKG). Die im De-Mail-Postfach liegenden Dokumente und Informationen sind damit weit weniger geschützt als Papierdokumente oder Briefe in der eigenen Wohnung. Das Recht zur Passwortabfrage besteht zwar bei allen E-Mail-Konten. Normalerweise kann man sich aber mit anonymen Postfächern, multiplen Identitäten und ausländischen Konten vor Zugriffen schützen, was bei De-Mail nicht möglich ist. Obwohl die Beantragung einer De-Mail-Adresse freiwillig sein soll, werden Behörden und Unternehmen, die ihre Leistungen bisher anonym oder ohne Überprüfung der Kundenangaben angeboten haben, faktisch schr… » Vollständiger ArtikelErschienen 14. Juli 2010 auf http://www.daten-speicherung.de.
Schnüffelblog | 21. Juli 2010 — daten-speicherung.de warnt vor De-mail: Seit kurzem kann man von einigen privaten Anbietern De-Mail-Adressen registrieren lassen…
Organisationsberatung Treysse | 20. Juli 2010 — De-Mail – sichere elektronische Post für alle. Ganz gleich, ob Sie mit Banken, Behörden, Notaren oder Anwälten sicher E-Mails a…
Daten-Speicherung.de - minimum data, maximum privacy | 18. Juli 2010 — In dem Beitrag Boykottiert das gläserne De-Mail! warnte ich letzte Woche vor den Nachteilen des vom Bundesinnenministerium er…
JuracityBlog | 20. Juli 2008 — Wer als Unternehmer auf seiner Homepage Faxnummer und E-Mail-Adresse veröffentlicht, muss damit leben, dass Kunden Fax oder E-M…
For..Net | 7. Juli 2010 — Bei Web.de und GMX.de hat am Dienstag die Vorregistrierung von De-Mail-Adressen begonnen. Die Adressen werden nach dem Schema …
LawBlog | 9. Oktober 2008 — Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble möchte jedem Bürger eine “sichere” E-Mail-Adresse verpassen. Der De-Mail genannte Dienst …
Organisationsberatung Treysse | 26. Februar 2011 — Bundestag macht den Weg für DE-Mail frei Der Bundestag hat am 24.02.2011 den Weg frei gemacht für die E-Mail-Dienst auf der Basi…
Handakte WebLAWg | 29. Januar 2007 — Bei der Beurteilung der unverlangten Werbung per E-Mail (Spam) kann nicht die einzelne E-Mail, die der Betroffene von den Wer…
LawBlog | 24. Juni 2008 — Post von Axel Mende, nach eigenen Angaben Funktionär für “DIE LINKE.Kreisverband Dachau, Direktkandidat zum Bayerischen Landtag…
bLAWg IT! | 30. August 2006 — Zur Widerspruchseinlegung per einfacher E-Mail hatte ja bereits das VG Sigmaringen Ende 2004 eine ähnliche Entscheidung (5 K 13…