Body Integrity Identity Disorder
am 22.11.2005 von http://www.kulioo.de
Es ist eine “bizarre Bitte”: Ein Mann möchte sich das Rückenmark durchtrennen lassen, um seine “innere Identität als Mensch mit einer Querschnittslähmung” zu erlangen. Die Süddeutsche Zeitung (und jurabilis!) berichten von dem seltsamen Wunsch und stellen die Frage, wie weit die Selbstbestimmung des Einzelnen reicht. In Schottland haben sich zwei (zumindest körperlich) gesunde Männer jeweils ein Bein amputieren lassen. Darf sich ein völlig gesunder Mensch absichtlich verstümmeln und vollkommen normal funktionierende Körperteile entfernen lassen, wenn er sie nicht mehr haben möchte?
Ganz abwegig ist das nicht, die plastische Chirurgie beschäftigt sich auch mit dem Brechen funktionsfähiger (aber hässlicher) Nasen oder der Entfernung zu großer Brüste. Niemand will das ernsthaft verbieten. Ähnlich, aber viel gravierender sind Eingriffe zur Geschlchtsumwandlung.
Die SZ berichtet von hitzigen Diskussionen im medizinethischen Forum der Universität Bochum (gemeint ist vermutlich diese Mailingliste, leider kann der Austausch wohl nicht online nachverfolgt werden). Aufgrund eines Artikels in der New York Times (Registrierung notwendig) gab es Beiträge u.a. im Neuroethics & Law Blog (Prof. Kolber) und im Generic Heretic (Studentisches Blawg). Die Bezeichnung Body Integrity Identity Disorder stammt aus einem Artikel in Psychological Medicine im Jahr 2004 von Psychiater Dr. Adam First, der 52 Patienten untersucht hat. Unter anderen Bezeichnungen ist das Phänomen seit 1977 bekannt. Die vermutlich informative Seite www.biid.org unterliegt leider einer täglich Trafficbegrenzung.
In der Blogosphäre gibt es einige Anmerkungen zu TV-Serien, die sich über das Thema lustig machen.
1 BvR 2456/06 vom 12.11.2008
BVerfG / Die Verfassungsbeschwerde betrifft die atomrechtliche Genehmigung zur Aufbewahrung von Kernbrennstoffen aus dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld im gleichnamigen Standortzwischenlager. Die Beschwerdeführerin ist (Mit-)Eigentümerin eines etwa 1,1 km hi…
Die Kürzung der Pendlerpauschale ist verfassungswidrig
Dr. Schnitzer Rechtsanwalts GmbH / Bundesverfassungsgericht hat am 09.12.2008 entschieden. Die aus Spargründen von der großen Koalition beschlossene Kürzung der Pendlerpauschale verstößt gegen das Grundgesetz. Dies hat das Bundesverfassungsgericht am heutigen Dienstag entschiede…
Linktipp: Krimpedia
Jurakopf / Wieder eine Seite, über die ich ganz zufällig gestolpert bin: Die “Krimpedia”, ein freies Wiki zum Thema Kriminologie bei der Uni Hamburg - und die Beiträge können sich durchaus sehen lassen. Das Projekt ist hier zu finden und für je…
LBB-Datenskandal aufgeklärt
RA-Blog / Das ist doch wohl ein Scherz. Das Paket, mit dem die Frankfurter Rundschau kürzlich tausende Kreditkartenunterlagen erhalten hat, enthielt ursprünglich einen Weihnachtsstollen. Den haben die beiden Kurierfahrer gemampft, wie sie jetzt der Staa…
PR-Arbeit der Kanzleien
Jurabilis / Ein Handelsblatt-Artikel zu den in Umfang und Intensität weiter zunehmender PR-Maßnahmen der Kanzleien:Heute dagegen tun Anwälte gerne ihre Meinung kund auch, wenn sie mit dem konkreten Fall nicht das Geringste zu tun haben. Mehr noch, sie…
Junge Unionsabgeordnete fordern Augenmaß bei Konjunkturpaket
Reuters | Inlandsnachrichten / Berlin (Reuters) - Eine Gruppe junger Abgeordneter aus CDU und CSU hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgerufen, die Konjunkturflaute nicht auf dem Rücken künftiger Generationen zu bekämpfen. Wir bitten Sie, bei der Auswahl und dem Um…
» Neuroethics & Law Blog: Body Integrity Identity Disorder
» The New York Times > Log In
» Gewollt behindert: Mein Haus, mein Auto, meine Schwerstbehinderung - Kultur - sueddeutsche.de
Gewollt behindert Mein Haus, mein Auto, meine Schwerstbehinderung ,Auch das gibt es: Ein gesunder Mann sucht einen Arzt, der ihm das Rückenmark durchtrennt, damit er ''als Mensch mit einer Querschnittlähmung, seine psychi…
