Blickwinkel der Öffentlichkeit
am 29.08.2006 von http://lawgical.jura.uni-sb.de/
Recht harsche Kritik übt Gisela Friedrichsen an der Strafjustiz in ihrem in der aktullen Print-Ausgabe des Spiegel abgedruckten Beitrag. Unter der Überschrift Nur noch unerwünschte Last wird der Eindruck erweckt, Richter nähmen sich alle Freiheiten und ließen keine Gelegenheit aus, der Verteidigung das Leben und die Arbeit schwer zu machen. Im Kern ihrer Betrachtungen steht der Prozess gegen den Krankenpfleger Stephan L. in Kempten. Die Materie, mit der sich das Gericht zu befassen hat, insbesondere die Wirkung eines Medikaments, mittels dessen der Angeklagte eine Patientin umgebracht haben soll, ist komplex und kompliziert. Das Gericht - so Frau Friedrichsen - verweigere sich aber seiner Pflicht zur Aufklärung. Es habe den Antrag der Verteidigung, einen bei der Entwicklung des betreffenden Mittels mitverantwortlichen Mediziner zu hören, schroff zurückgewiesen, da es aufgrund eines Gutachtens eines Rechtsmediziners bereits vom Gegenteil überzeugt sei.
Nun ist Kritik dieser Art für die Justiz nichts Neues. So findet sich zum Beispiel Unverständnis für eine gerichtliche Entscheidung auch in einem Beitrag in einer kleineren (Eisenbahn-)Fachpublikation. Das Gericht hatte nach einem Zusammenstoß zweier Vorortzüge in Eßlingen am 13.6.1961 das Verfahren, in dem es unter anderem um fahlässige Tötung in 35 Fällen ging, am 17.5.1968 eingestellt. Auch zu diesem Fall war der Sachverhalt sehr umfangreich und mehrere Gutachten, die teilweise einander widersprachen, zu bewerten. Obwohl im Text nicht offen ausgesprochen, bleibt der Eindruck, die zuständige Kammer des LG Stuttgart habe damals den Aufwand, sich mit den Gutachterwirren auseinanderzusetzen, gescheut. Im Gegensatz zum Spiegel-Artikel befasst sich der Autor Hans-Joachim …
SPANNEND
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STRAFLOS
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Namensnennung in der Öffentlichkeit
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Was die Öffentlichkeit …
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Die Grenzen der Wahrheitsfindung...
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Madonnenhafte allwissende Gisela Friedrichsen
Vier Strafverteidiger / Sicher gibt es große Unterschiede bei der Qualität von Gerichtsreportern. Hier wurde jüngst über mindere Qualität berichtet; Gisela Friedrichsen vom Spiegel gehört da schon zum Besten, was sich in Deutschland Gerichtsre…
Holzklotz-Fall: Polizisten kriegen Anwalt
LawBlog / Die Polizisten im Holzklotz-Verfahren sagen nur noch mit einem Anwalt an ihrer Seite aus, den die Staatskasse bezahlt. Über diese höchst ungewöhnliche Entwicklung berichtet Gisela Friedrichsen auf Spiegel online.…
Ein Geständnis ist nicht immer wahr
LawBlog / Für Spiegel-Reporterin Gisela Friedrichsen ist die Beweislage im heute beginnenden Prozess im Holzklotz-Fall “eher dünn”. Es ist ja nicht so, dass es keine anderen Verdächtigen gegeben hätte. Zunächst suchte die Polizei nach einer Gr…
Die Justiz - ein Tollhaus?
mepHisto-bLAWg / Diese Frage stellt sich nicht nur Gisela Friedrichsen, die bei SPIEGEL ONLINE die aktuelle Entwicklung des Pacal-Verfahrens in Saarbrücken verfolgt - und dort so manche Ungereimtheit ausgemacht hat: “Je länger sich der Pascal-Prozess vor dem…
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“Todespfleger von Sonthofen”
MCNeubert lawblog / Auch wenn ich nicht oft die Ansicht von Gisela Friedrichsen teile, so habe ich allerhöchsten Respekt vor ihrem Artikel in Spiegel Online zum Urteil des Landgerichts Kempten über den “Todespfleger von Sonthofen”. Es bleibt zu hoffen, das…
