Blatt: Steuersünder-Daten stammen von britischer HSBC-Bank

Berlin (Reuters) - Die vertraulichen Schweizer Kontodaten mutmaßlicher deutscher Steuerhinterzieher stammen einem Zeitungsbericht zufolge von der britischen Großbank HSBC.

Dabei handle es sich offenbar um jene Daten, die ein Informatikspezialist der HSBC Private Bank in Genf bereits im vergangenen August den französischen Behörden angeboten habe, berichtet die "Financial Times" (Montagausgabe) ohne Angabe von Quellen. Die französischen Fahnder hätten damals von 130.000 Datensätzen von Kunden aus aller Welt gesprochen. Der Informatikspezialist wolle den deutschen Behörden nun Daten von 1300 deutschen Kunden für 2,5 Millionen Euro verkaufen.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte am Wochenende berichtet, den Finanzbehörden seien Daten von 1500 Bundesbürgern angeboten worden, die teilweise Steuern in Millionenhöhe nicht gezahlt hätten. Der Staat könne mit rund 100 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen rechnen. In der Regierungskoalition zeichnete sich daraufhin ein Streit über den möglichen Erwerb der Daten ab. Die Schweizer Bank UBS wies einen Bericht des "Handelsblatts" zurück, die Daten stammten vor allem von ihr.



Quelle: Reuters (1. Februar 2010)

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Themen: Germany , Genf , Ubs , Legislation , Western Europe , Europe , Diplomacy; International Relations , German General News , Crime; Law Enforcement , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Equities , Switzerland , Financials , Banks (industry Group) , Staat , Financial Times , Frankfurter Allgemeine Zeitung , Schweizer Bank , Macro-economics , Tax

Erschienen 1. Februar 2010 bei http://www.reuters.com.

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