Internet-Betrüger plündern immer mehr Online-Konten
Reuters | 2. September 2008 — Berlin (Reuters) - Immer mehr Nutzer von Online-Banking werden von Internet-Betrügern bestohlen. Mit rund 4100 geplünderten K…
Elftausend Verdachtsanzeigen auf Geldwäsche hat das Bundeskriminalamt allein im Jahr 2010 erhalten. Das entspricht einem Anstieg um mehr als 20 Prozent. Jede zweite Verdachtsmeldung stellte sich als berechtigt heraus. Allerdings hatte nur ein Prozent aller Meldungen einen terroristischen Hintergrund. „Wer sein Bankkonto Fremden zur Verfügung stellt, damit diese dann Gelder aus kriminellen Geschäften über das Konto weiterleiten können, den kriegen wir definitiv“, stellt Michael Sell mit Hinweis auf seine Erfolgsstatistik fest. Sell ist Exekutivdirektor der Bankenaufsicht (BaFin) in Deutschland. Zusammen mit dem Bundeskriminalamt arbeitet seine Behörde daran, die Möglichkeiten zur Geldwäsche weiter zu reduzieren. „Den Kampf werden wir verstärken“ kündigte der BaFin-Direktor zusammen mit dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke vor der Presse in Frankfurt/Main an. Über die Geldwäsche-Helfer in Deutschland will man vor allem auch an die eigentlichen Drahtzieher gelangen. Die sitzen meist irgendwo in der Welt und stecken ihre illegal erworbenen Gelder in fiktive Alltagsgeschäfte. Damit erhalten die Gelder den Anschein, legal zu sein. Für derartige Operationen werden fremde, unauffällige Konten benötigt. Den Konteninhabern werden für die Mitwirkung an dieser Geldwäsche oft zwischen 5 und 20 Prozent Provision versprochen. Selbst wenn jemand nicht aktiv mitmacht, können die Kontendaten von Kriminellen gestohlen sein – etwa über das so genannte „Phishing“. Dabei werden die Kontendaten geheim abgeschöpft. Immer häufiger werden auch mit bargeldlosen Verfahren auf elektronischem Weg Gelder verschoben. „Das erschwert natürlich die Ermittlungen“, erklärt Ziercke.
Auch viele hochrangige Politiker, Militärs und Beamte fremder Staaten unterhalten Kontoverbindungen in Deutschland. PePs – politisch exponierte Personen – werden sie genannt. Nach Angaben der Bankenaufsicht umfasst die Liste der PePs rund eine halbe Million Menschen. Dass sie in Deutschland Konten unterhalten, ist zunächst nicht ille…
» Vollständiger ArtikelErschienen 20. September 2011 auf http://compliancemanagerhaftung.wordpress.com.
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