Bischof - Müssen Papst nicht in Missbrauchsproblem einschalten

Vatikan-Stadt (Reuters) - Die Katholische Kirche in Deutschland braucht bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in ihren Einrichtungen nach den Worten des Regensburger Bischofs Gerhard Müller nicht die Hilfe des Papstes.

Die deutsche Kirche und deren Bischöfe seien sehr wohl in der Lage, die Situation selbst zu bewältigen, sagte Müller am Donnerstag vor Journalisten im Vatikan. Die Kirche werde den Opfern von Gewalt Beratung anbieten, die meisten Fälle lägen jedoch weit zurück. Müller warf den Medien vor, das Ausmaß der Probleme übertrieben dargestellt zu haben. Hauptaufgabe sei jetzt, den Opfern aus dieser Zeit Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Am Freitag wird der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, zu seinen jährlichen Beratungen bei Papst Benedikt XVI. erwartet. Zollitsch hat eingeräumt, dass die deutschen Bischöfe das Problem zunächst unterschätzt hätten. In Deutschland, Österreich und den Niederlanden wurden in den vergangenen Tagen immer mehr Fälle von Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der katholischen Kirche bekannt.



Quelle: Reuters (11. März 2010)

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Themen: Germany , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Netherlands , Austria , "riots, Demonstrations And Internal Disturbances" , Religion And Belief (extend Definition) , Vatican City State

Erschienen 11. März 2010 bei http://www.reuters.com.

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