Biogas-Anlage verbessert die Geruchsbelästigung

Der Gemeinderat im bayerischen Bastheim (Kreis Rhön-Grabfeld, Unterfranken) hat kürzlich knapp sein Einvernehmen mit dem Projekt erteilt, jetzt kann Öko-Landwirt Eberhard Räder in Sachen Biogasanlage auch auf ein positives Urteil des Würzburger Verwaltungsgerichts hoffen: Selbst die Gegner der Anlage gingen nach der mündlichen Verhandlung am Dienstag davon aus, dass das Gericht im Sinne des Klägers entscheiden wird. Weder der beklagte Freistaat Bayern noch die beigeladene Gemeinde in Person von Bürgermeisterin Anja Seufert und ein ebenfalls beigeladener Nachbar der geplanten Anlage am Ortsrand von Bastheim stellten einen Antrag auf Klageabweisung. „Das habe ich noch nie erlebt, das ist eine kuriose Situation“, sagte der Vorsitzende der 4. Kammer, Dr. Werner Heermann. „Den Gegnern ist offenbar klar, dass sie verlieren werden, und sie wollen das Kostenrisiko nicht tragen“, sagte Räders Anwalt Dr. Manfred Mohr im Gespräch mit dieser Zeitung. Verkündet wurde das Urteil noch nicht, die Entscheidung wird den Beteiligten zugestellt. Das Fehlen eines Antrags auf Abweisung der Klage bedeutet aber nicht, dass Räder automatisch gewonnen hat. Der Bio-Landwirt will mit seiner Klage erreichen, dass ihm vom Landratsamt eine Genehmigung für seine im November beantragte Biogasanlage erteilt wird. Angesichts des damals noch fehlenden Einvernehmens der Gemeinde Bastheim hatte die Behörde am 25. Januar 2008 einen ablehnenden Bescheid erlassen. Die Errichtung der Anlage auf Räders Schweinemastbetrieb ist in der Bastheimer Bevölkerung umstritten. Die Nachbarn fürchten zusätzlichen Verkehr und vor allem die Geruchsbelästigung. Die Öko-Schweinemast mit über 600 Tieren darf Räder an gleicher Stelle seit 2001 betreiben. Damals gab es nur einen einzigen Widerspruch gegen den Betrieb, einen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz lehnte das Verwaltungsgericht damals ab und befand die Schweinemast für genehmigungsfähig. Der Knackpunkt: Durch den Bau der Biogasanlage wird eine Verbesserung bei den Geruchsemissionen eintreten. Das behaupten nicht nur Eberhard Räder und sein Anwalt Manfred Mohr, zu diesem Ergebnis kommen auch die zuständigen Fachbehörden in ihren Stellungnahmen. In der Anlage wird nämlich nicht nur Klee-, Mais- und Gras-Silage vergoren, um daraus Strom und Wärme zu erzeugen. Auch die Hinterlassenschaften der Schweine landen nicht mehr in der Güllegrube, sondern in der gasdi…

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Erschienen 10. September 2008 auf http://www.woetzel-online.info/.

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