Globalzession ist grundsätzlich insolvenzfest
Handakte WebLAWg | 11. März 2008 — Bei einer Globalzession werden sämtliche gegenwärtigen und künftigen Forderungen gegenüber Dritten bereits zum Zeitpunkt der En…
Eine Pressemitteilung des BGH berichtet von einer Entscheidung zur Insolvenzanfechtung bei der Globalzession. Demnach sind nach der Auffassung des IX. Zivilsenates die im Rahmen der Globalzession der Bank zufallenden Absonderungsrechte kongruent im Sinne des § 130 Abs. 1 InsO:
Die Entstehung künftiger, an Hand des Inhalts der getroffenen Vereinbarung nicht von Anfang an identifizierbarer Rechte begründet nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs nicht generell eine inkongruente Deckung. Vielmehr ist die Sicherung kongruent, wenn bereits bei Abschluss des Globalabtretungsvertrags das dingliche Geschäft vollzogen und zugleich die schuldrechtliche Seite in dem vertragsrechtlich möglichen Maße derart konkretisiert wird, dass die abgetretenen Forderungen zumindest bestimmbar sind. Der Umfang der in Zukunft auf die Bank übergehenden Forderungen ist dann – anders als bei Sicherheiten gemäß Nr. 13 bis 15 AGB-Banken – in abstrakter Form bereits rechtlich bindend festgelegt. Das Werthaltigmachen zukünftiger Forderungen durch Erfüllungshandlungen wie die Herstellung des Werkes oder die Übergabe der Kaufsache ist als selbständige Rechtshandlung anfechtbar, wenn es dem Vertragsschluss mit dem Drittschuldner zeitlich nachfolgt; insoweit handelt es sich ebenfalls um eine kongruente Deckung, wenn dies für das Entstehen der Forderung zutrifft.
BGH, Pressemitteilung 182/2007 vom 29. November 2007
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