BGH: Verurteilungen im Verfahren wegen “Betonleiche”sind rechtskräftig
am 01.08.2008 von http://www.recht-blog.com
Das Landgericht Darmstadt hat den Angeklagten O. wegen Mordes in Tateinheit mit unerlaubtem Führen einer halbautomatischen Kurzwaffe zu lebenslanger Gesamtfreiheitsstrafe und die Angeklagten K. und E. wegen Mordes jeweils zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Es hat bezüglich aller Angeklagter die besondere Schwere ihrer Schuld festgestellt.
Nach den Feststellungen des Landgerichts verdienten die drei heute zwischen 28 und 34 Jahre alten, in Heppenheim lebenden Angeklagten gemeinsam Geld mit fingierten und gegenüber den Versicherern betrügerisch abgerechneten Autounfällen. Sie verwickelten ihr späteres Opfer A.K., einen bis dahin unbescholtenen 24jährigen Mann, in dieses Geschäft, indem der Angeklagte O. ihn überredete, sich mit einem Leasingfahrzeug seiner Mutter an einem solchen fingierten Unfall zu beteiligen. Als sich in der Folge die Schadensabwicklung als schwierig herausstellte, kam es zu Streitigkeiten zwischen dem Angeklagten O. und A.K. über die Auszahlung der Schadenssumme. Zudem fand A.K. durch Nachforschungen die tatsächlichen Personalien des Angeklagten O. heraus, der zur Tatzeit mit mehreren Haftbefehlen gesucht wurde und deshalb damals unter einem falschen Namen auftrat.
Die Angeklagten, die eine Störung ihrer Geschäfte befürchteten und auf diese Einnahmequelle nicht verzichten wollten, kamen überein, A.K. zu töten. Sie bereiteten die geplante Tat sorgfältig vor, indem sie einen Kellerraum in der Werkstatt des Angeklagten E. in Bensheim zum Versteck für die Leiche bestimmten, Betonestrich und Werkzeug beschafften und in einer Nacht kurz vor dem Tattag heimlich den Betonboden aufstemmten und darunter eine Grube aushuben. Nachdem der Angeklagte O. am Tattag, dem 4.11.2005, die Tatwaffe beschafft hatte, lockten die Angeklagten A.K. am Abend unter dem Vorwand, er werde nunmehr das …
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