BGH: Unterwerfungserklärungen sind unbedingte, unbefristete Angebote

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 17.09.2009 – I ZR 217/07 – entschieden, dass eine auf Ab­schluss eines Un­ter­las­sungs­ver­trages ge­rich­te­te Un­ter­wer­fungs­er­klä­rung ein unbedingtes und un­be­fris­tetes Angebot ist, das vom Gläu­bi­ger noch je­der­zeit an­ge­nom­men wer­den kann.

Die Ge­schäfts­grund­la­ge des Un­ter­las­sungs­ver­trags fällt auch nicht dann weg, wenn der Gläu­bi­ger vor Zu­gang und An­nah­me der straf­be­wehr­ten Unterlasssungser­klä­rung eine einst­wei­li­ge Ver­fü­gung erwirkt und zustellt.

Allerdings ist nach Auffassung der Richter am BGH bei der Be­mes­sung einer nach “Ham­bur­ger Brauch” vom Gläu­bi­ger gemäß § 315 Abs. 1 BGB nach bil­li­gem Er­mes­sen fest­zu­set­zen­den Ver­trags­stra­fe ein für die­sel­be Zu­wi­der­hand­lung bereits ver­häng­tes Ord​nungs­geld zu mindernd be­rück­sich­ti­gen.

Schlagworte: Berlin, BGB, BGH, Brauch, Bundesgerichtshof, Frist, Gewerblicher Rechtsschutz, Richter, Urteil, Wettbewerb, Wettbewerbsrecht, Zivilprozessrecht Verwandte Artikel: OLG Brandenburg, Urteil vom 16.11.05 – Az.: 4 U 5/05 – Zur Identitätsprüfung… » Vollständiger Artikel
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Themen: Berlin , Wettbewerb , Urteil , Bgh , Gewerblicher Rechtsschutz , Bgb , Bundesgerichtshof , Hannover , Suchmaschinen , Brauch , Olg Brandenburg

Erschienen 21. März 2010 auf http://sewoma.de/berlinblawg.

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