BGH zur unbefugten Verwendung von eBay-Mitgliedskonten
Der BGH hat mit Urteil vom heutigen Tage (Az.: VIII ZR 289/09) zu der Frage Stellung genommen, unter welchen Voraussetzungen der
Inhaber eines eBay-Mitgliedskontos vertraglich für Erklärungen haftet, die ein Dritter unter unbefugter Verwendung dieses
Mitgliedskontos abgegeben hat.
Der BGH hat entschieden, dass auch bei Internet-Geschäften im Rahmen der Auktionsplattform eBay grundsätzlich die Regeln des
Stellvertretungsrechts anwendbar sind, wenn durch die Nutzung des fremden Namens bei dem Geschäftspartner der Anschein erweckt werde,
dass mit dem Namensträger ein Geschäft abgeschlossen werden soll.
Erklärungen, die unter dem Namen eines anderen abgegeben worden sind, verpflichten den Namensträger daher nur, wenn sie in Ausübung
einer bestehenden Vertretungsmacht erfolgen, vom Namensträger nachträglich genehmigt worden sind oder wenn die Grundsätze zur
Duldungs- oder Anscheinsvollmacht zur Anwendung kommen.
Die unsorgfältige Aufbewahrung der Kontaktdaten eines eBay-Mitgliedskontos allein habe insoweit noch nicht zur Folge, dass der
Inhaber des Kontos sich di…
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