BGH: Postbank darf mit der Nationalelf werben
am 20.04.2007 von JuracityBlog
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat mit seinem Revisionsurteil vom 19.04.2007 (gerichtliches Aktenzeichen: I ZR 57/05) festgestellt, dass die Postbank die Höhe der Zinsen für eine Geldanlage vom Ergebnis der Nationalelf bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal abhängig machen durfte.
Die Bank hatte vor Beginn der EM im Jahre 2004 für eine Geldanlage geworben, bei der ein zusätzlicher Zinsbonus erzielt werden konnte. Dieser Bonus sollte den garantierten Basiszinssatz erhöhen und war abhängig von dem Abschneiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in dem Turnier. So hätte sich der Basiszinssatz bei einem Titelgewinn der Nationalmannschaft um 150% erhöht. Im Ergebnis hat sich dieser zusätzliche Zinsbonus für die Kunden als nicht lukrativ herausgestellt, da die Nationalelf bereits in der Vorrunde ausgeschieden ist.
Nach Ansicht des klagenden Wettbewerbsverbandes stelle diese Werbung für die Geldanlage eine Werbung für ein wettbewerbswidriges Gewinnspiel dar. Dabei hat sich der Verband auf die §§ 3, 4 Nr. 6 UWG berufen, wonach die Teilnahme von Verbrauchern an einem Preisausschreiben oder Gewinnspiel nicht vom Erwerb einer Ware oder von der Inanspruchnahme einer Dienstleistung abhängig gemacht werden darf.
Wie schon das Landgericht Bonn in der ersten Instanz als …
BGH: Bank darf Zinshöhe vom Ergebnis eines Fußballturniers abhängig machen
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Bundesgerichtshof: Postbank darf sich Erfolg der Nationalelf was kosten lassen
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Möglichkeit der alternativen Teilnahme an einem Gewinnspiel
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