BGH: Merchants haften für die Rechtsverletzungen ihrer Affiliates
Der hat mit vom 7. Oktober 2009 – I ZR 109/06 – "Mitstörerhaftung des
Merchants für seinen Affiliate" entschieden, dass Merchants, also derjenige, der durch Affiliates für sich werben lässt, für die vom
Affliate begangenen (Marken-)Rechtsverletzungen haftet. Dazu führt der BGH aus:
“Für die Auslegung des § 14 Abs. 7 MarkenG ist uneingeschränkt auf die zu § 8 Abs. 2 UWG (§ 13 Abs. 4 UWG a.F.) geltenden Grundsätze
einer weiten des Geschäftsherrn für Beauftragte
zurückzugreifen, obwohl die markenrechtliche Zurechnungsnorm anders als § 8 Abs. 2 UWG auch für Schadensersatzansprüche gilt (BGH,
Urt. v. 7.4.2005 – I ZR 221/02, GRUR 2005, 864 f. = WRP 2005, 1248 – Meißner II, m.w.N.). Dem Inhaber eines Unternehmens werden danach Zuwiderhandlungen seiner Beauftragten wie eigene
Handlungen zugerechnet, weil die arbeitsteilige Organisation des Unternehmens die Verantwortung für die geschäftliche Tätigkeit nicht
beseitigen soll. Der Unternehmensinhaber, dem die Geschäftstätigkeit seiner Beauftragten zugute kommt, soll sich bei seiner Haftung
nicht hinter den von ihm abhängigen Dritten verstecken können (vgl. BGH, Urt. v. 5.4.1995 – I ZR 133/93, GRUR 1995, 605, 607 = WRP
1995, 696 – Franchise-Nehmer; Urt. v. 28.6.2007 – I ZR 153/04, GRUR 2008, 186 Tz. 22 = WRP 2008, 186 – Telefonaktion).”
Schlagworte: Affiliate, AG, Berlin, BGH, Gericht, Haftung, Internetrecht, Marke, Marken, Markenrecht, Mitstörer, PR, Recht,
Schadensersatz, Telefon, Urteil, Ur…
» Vollständiger Artikel