BGH: Einwilligungserklärung zur Telefonwerbung muss in einer gesonderten Zustimmungserklärung erfolgen

BGH Urteil vom 14.04.2011 I ZR 38/10 Zustimmung Telefonwerbung Der BGH hat wenig überraschend entschieden, dass die Einwilligungserklärung zur Telefonwerbung nur durch eine gesonderte Erklärung erfolgen kann. Es ist wettbwerbswidrig und unzulässig, wenn es im Rahmen eines Gewinnspiels heißt: "Tel. (z.B. zur Gewinnbenachrichtigung u. für weitere interessante telef. Angebote der [Beklagten]).", da Telefonwerbung und Gewinnbenachrichtigung vermischt werden. Aus den Entscheidungsgründen: "Der VIII. Zivilsenat hat entschieden, dass eine Einwilligung in eine Werbung unter Verwendung von elektronischer Post (E-Mail und SMS) nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG eine gesonderte, nur auf die Einwilligung in eine solche Werbung bezogene Zustimmungserklärung des Betroffenen erfordert („Opt-in“-Erklärung) und eine Einwilligung, die in Textpassagen enthalten ist, die auch andere Erklärungen oder Hinweise enthalten, diesen Anforderungen nicht gerecht wird (BGH, Urteil vom 16. Juli 2008 - VIII ZR 348/06, BGHZ 177, 254 Rn. 27-30). Für die Einwilligung in eine Werbung mit einem Telefonanruf nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 1 UWG gilt insowe…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Spam , Bgh , Telefon , Telefonwerbung , Uwg , Einwilligung , Wettbewerbswidrig , Callcenter , Zustimmung , Rede , Gewinnspiel , Unzumutbare Belästigung , Preisausschreiben

Erschienen 13. Mai 2011 auf http://www.beckmannundnorda.de/serendipity/.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

BGH: Anforderungen an die Einwilligung in Telefon- und E-Mail-Werbung - Die Einwilligung in eine Werbung mit einem Telefonanruf od…

MEDIEN INTERNET und RECHT | 11. Mai 2011 — 1. Die Einwilligung in eine Werbung unter Verwendung von elektronischer Post (E-Mail und SMS) nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG erfordert …

Anforderungen an eine wettberbsrechtlich zulässige E-Mail- und Telefonwerbung

Internet-Law | 11. Mai 2011 — Der BGH hat erneut (Beschluss vom 14.04.2011, Az.: I ZR 38/10) entschieden, welche (wettbewerbsrechtlichen) Anforderungen an ei…

Telefonwerbung ist nur mit ausdrücklicher Einwilligung gestattet

DOPATKA | 11. Mai 2011 — Mit Beschluss vom 14.04.2011 entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass die Angabe einer Telefonnummer auf einer Gewinnspielka…

BGH: Auch die Telefonwerbung bedarf einer gesonderten Einwilligung des jeweiligen Anschlussinhabers

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 12. Mai 2011 — BGH, Beschluss vom 14.04.2011, Az. I ZR 38/10 § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG Der BGH hat entschieden, dass nicht nur die Werbung pe…

Bundesgerichtshof – gesonderte Einwilligung erforderlich

Die Werbeansprache | 17. Mai 2011 — In einem Beschluss vom 14.04.2011 (Az. I ZR 38/10) hat der Bundesgerichtshof noch einmal ausgeführt, dass es sich bei der Einwi…

BGH bestätigt Erfordernis der gesonderten Einwilligung in Telefon-, SMS- und E-Mail-Werbung

LBR-Blog | 20. Mai 2011 — Der BGH hat in einem Beschluss vom 14.04.2011, I ZR 38/10, entschieden, dass die nach § 7 UWG erforderliche Einwilligung in ein…

„BILD der Frau“ ruft an

kanzlei.biz | 23. August 2011 — Eigener Leitsatz: Wettbewerbsrechtlich zulässig ist die Werbung mit einem Telefonanruf gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG, wenn eine geson…

BGH: Opt-In auch bei Telefonwerbung

Internetrecht München | 16. Mai 2011 — Der BGH hat mit Beschluss vom 14.04.2011, Az. 1 ZR 38/10, entschieden, dass – ebenso wie die Werbung per Email und SMS – auch die …

Hanseatisches OLG: Telefonwerbung & vorformulierte Einwilligungserklärungen - Eine vorformulierte Einwilligung in Telefonwerbu…

MEDIEN INTERNET und RECHT | 13. Mai 2009 — 1. Eine vorformulierte Einwilligung in Telefonwerbung (hier: unter der Zeile "Telefon" auf der Teilnahmekarte für ein Gewinnspiel

Werberecht: Einwilligung in Werbung muss ausdrücklich erfolgen

Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 11. Mai 2011 — Der Bundesgerichtshof (I ZR 38/10) hat klar gestellt, dass eine Einwilligung in Werbung “eine gesonderte – nur auf die Einwilli…

Beschluss des I. Zivilsenats vom 14.4.2011 - I ZR 38/10 -