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BFH: Verlustvortrag ist nicht mehr vererblich

am 12.03.2008 von Erbrechtsblog

Der Erbe kann einen vom Erblasser nicht ausgenutzten Verlustvortrag nach § 10d des Einkommensteuergesetzes (EStG) in Zukunft nicht mehr zur Minderung seiner eigenen Einkommensteuer geltend machen. Das hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs in seinem Beschluss vom 17. Dezember 2007 GrS 2/04 entschieden. Er ist damit von einer rund 45 Jahre währenden höchstrichterlichen Rechtsprechung und entsprechenden Praxis der Finanzverwaltung abgerückt. Aus Gründen des Vertrauensschutzes ist die neue, für die Steuerbürger ungünstigere Rechtsprechung allerdings erst in solchen Erbfällen anzuwenden, die nach Veröffentlichung dieses Beschlusses eintreten werden.
Hintergrund dieser Entscheidung ist ein Rechtsstreit, in dem ein Landwirt und Hoferbe im Rahmen seiner Veranlagung zur Einkommensteuer den Abzug des von seinem verstorbenen Vater nicht ausgenutzten Verlustvortrags begehrt. Der mit der Sache befasste XI. Senat des Bundesfinanzhofs hatte im Vorlagebeschluss vom 28. Juli 2004 XI R 54/99 die Auffassung vertreten, dass der Verlustabzug nach § 10d EStG entgegen der ständigen Rechtsprechung des BFH nicht vererblich sei.
Dem hat sich der Große Senat im Grundsatz angeschlossen. Der Übergang des vom Erblasser nicht ausgenutzten Verlustvortrags auf den Erben könne weder auf zivilrechtliche noch auf steuerrechtliche Vorschriften und Prinzipien gestützt werden. Die Einkommensteuer sei eine Personensteuer. Sie erfasse die im Einkommen zu Tage tretende Leistungsfähigkeit der …

Keine Vererblichkeit des Verlustvortrags

Blickpunkt Recht & Steuern / Der Große Senat des Bundesfinanzhofs hat mit einem heute veröffentlichten Beschluss die Vererblichkeit des Verlustvortrags beseitigt. Der Erbe kann damit einen vom Erblasser nicht ausgenutzten Verlustvortrag nach § 10d des Einkommensteuer…

BFH: Großer Senat beseitigt Vererblichkeit des Verlustvortrags

STEUERRECHT / BFH-Beschluss vom 17.12.2007 - GrS 2/04 Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs (BFH) Nr. 28: “Der Erbe kann einen vom Erblasser nicht ausgenutzten Verlustvortrag nach § 10d des Einkommensteuergesetzes (EStG) in Zukunft nicht mehr zur Minderung…

Steuerrecht: Bundesfinanzhof: Großer Senat beseitigt Vererblichkeit des Verlustvortrags

Meyer-Köring v.Danwitz Privat - Aktuelle Informationen /  Der Erbe kann einen vom Erblasser nicht ausgenutzten Verlustvortrag nach § 10d des Einkommensteuergesetzes (EStG) in Zukunft nicht mehr zur Minderung seiner eigenen Einkommensteuer geltend machen. Das hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs in s…

BGH erschwert Aufhebung von Urteilen wegen Formfehler

Handakte WebLAWg / Der Große Senat für Strafsachen des BGH (GSSt 1/06) hatte aufgrund einer Vorlage des 1. Strafsenats über die Frage zu entscheiden, inwieweit das Revisionsgericht eine nachträgliche Berichtigung des tatrichterlichen Hauptverhandlungsprotokolls auc…

Besteuerung privater Optionsgeschäfte

Blickpunkt Recht & Steuern / Das Finanzgericht Münster hatte in einem Rechtsstreit über die Besteuerung privater Optionsgeschäfte die für das Jahr 1996 geltende gesetzliche Regelung für verfassungswidrig erachtet. Es hatte daher dieses Verfahren ausgesetzt und dem Bundesver…

BFH: Einlage eines im Privatvermögen entdeckten Kiesvorkommens

STEUERRECHT / BFH-Beschluss vom 04.12.2006 - GrS 1/05 Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs (BFH) Nr. 35: “Mit Beschluss vom 4. Dezember 2006 hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) eine Frage entschieden, die seit längerem zwischen dem III. Senat…

BFH ruft BVerfG an: Rückwirkende Einschränkung des gewerbesteuerrechtlichen Verlustabzugs verfassungswidrig

STEUERRECHT / BFH-Beschluss vom 19.04.2007 - IV R 4/06 Pressemitteilung Nr. 62 des Bundesfinanzhofs (BFH): “Durch das Jahressteuergesetz (JStG) 2007 wurde der gewerbesteuerrechtliche Verlustabzug für Personengesellschaften eingeschränkt. Die Neuregelung s…

Veräußerung von Gesellschaftsanteilen

Blickpunkt Recht & Steuern / Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich in zwei Urteilen mit der Steuerpflicht des Gewinns aus einer Veräußerung von Geschäftsanteilen an einer GmbH im Jahre 1999 befasst. Der maßgebliche § 17 Abs. 1 des Einkommensgesetzes (EStG) war durch das Steuer…

BFH: Kosten einer teils beruflich, teils privat veranlassten Auslandsreise: Können gemischt veranlasste Aufwendungen aufgeteilt werden?

STEUERRECHT / BFH-Urteil vom 20.07.2006 - VI R 94/01 Pressemitteilung Nr. 43 des Bundesfinanzhofs (BFH): “Nach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) können Aufwendungen, die nur zum Teil beruflich oder betrieblich veranlasst sind, gru…

Nichten im Pech

Handakte WebLAWg / Verwandtschaft bringt günstigere Steuersätze beim Erben. Nicht direkt verwandte Hinterbliebene zahlen mehr. Das können ihre Erblasser zu Lebzeiten auch nicht durch ein so genanntes Ehegattentestament verhindern, wie Erben jetzt erfahren mussten. (…

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Der Autor und sein Blog

RA Franz-K. Lehrmann

Rechtsanwalt Franz-Karl Lehrmann, Mainz

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