Lufthansa und Verdi reden wieder - Weitere Flugausfälle
Reuters | 31. Juli 2008 — Frankfurt (Reuters) - Nach vier Streiktagen mit hunderten Flugausfällen kommt etwas Bewegung in den Lufthansa-Tarifkonflikt. …
Frankfurt (Reuters) - In den Tarifstreit bei der Deutschen Lufthansa kommt Bewegung, ohne dass sich ein Durchbruch abzeichnet.
Seit Donnerstag führe Verdi mit dem Unternehmen informelle Gespräche, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Lufthansa sei dabei auf Verdi zugekommen. Ein Konzernsprecher bestätigte, dass es erste Kontakte zwischen den beiden Tarifparteien gebe, wollte aber keine Details nennen.
"Verhandlungen will Verdi aber nur aufnehmen, wenn klar ist, dass es sich lohnt", sagte der Sprecher. Dafür müsse Lufthansa ein deutlich besseres Angebot als zuletzt vorlegen. "Im Moment sieht es nicht danach aus." Ein rasches Ende des Arbeitskampfes ist damit weiterhin nicht in Sicht. Verdi will so lange weiterstreiken, bis es eine Einigung gibt.
Das Unternehmen hatte die Gewerkschaft bereits wiederholt aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, nachdem die Tarifrunde Anfang Juli gescheitert waren. Bislang war die Gewerkschaft nicht darauf eingegangen und hatte ihren Forderungen mit einem unbefristeten Streik des Bodenpersonals Nachdruck verliehen. Seit Montagmorgen fielen bei Deutschlands größter Fluggesellschaft bereits hunderte Flüge aus. Bis einschließlich Montag strich das Unternehmen weitere 128 Flüge pro Tag. Damit müssen sich Passagiere auch am Wochenende auf Einschränkungen einstellen.
Lufthansa hatte für die rund 50.000 Beschäftigten zuletzt eine Gehaltserhöhung von 6,7 Prozent zuzüglich einer Einmalzahlung geboten - allerdings für eine deutlich längere Laufzeit als von Verdi gefordert. Die Gewerkschaft will für die Bodenmitarbeiter und Teile des Kabinenpersonals ein Plus von 9,8 Prozent erstreiten. Am Donnerstag beteiligten sich nach ersten Schätzungen der Gewerkschaft deutschlandweit erneut 5000 Mitarbeiter an dem Ausstand. Betroffen waren neben dem Technikbetrieb unter anderen die Frachttochter Cargo und die Cateringtochter LSG.
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