Terminsvertretung
rechtbrechung | 17. Oktober 2011 — ich mache gerne Terminsvertretungen. Wirklich. Für einen anderen Kollegen, der die Sache bearbeitet, mit einem Mandanten, zu dem m…
In einem Internet-Chat nimmt Person A zu Person B Kontakt auf. Nach einiger Zeit des eher beiläufigen Kontakts berichtet A, daß sie B gerne treffen würde, aber derzeit im Ausland festsitzen würde. Sie komme eigentlich aus Deutschland und wolle gerne dahin zurück, allerdings fehle ihr das erforderliche Kleingeld.
B wird zunächst mißtrauisch, doch dann versichert A, von B gar kein Geld haben zu wollen. Freunde würden ihr finanziell unter die Arme greifen. A fragt allerdings, ob sie ihren Freunden nicht die Kontodaten von B geben dürfe. Ihre Freunde würden das Geld dann jeweils an B überweisen, der es dann bitte gesammelt an sie weiterleiten möge. Da sie auf kein eigenes Konto zugreifen könne, möge er das Geld über die Western Union transferieren. Es sei dann günstiger, eine Sammelüberweisung zu tätigen, als wenn ihre Freunde ihr das Geld einzeln transferieren würden. Sobald sie dann in Deutschland sei, wolle sie B dann gerne persönlich treffen.
Irgendwie freut sich B, daß ihm A so ein Vertrauen entgegenbringt. Helfen möchte er ihr natürlich auch gerne und einem späteren Treffen war er erst recht nicht abgeneigt. Ohnehin war die Sache doch eigentlich risikofrei, oder? Schließlich sollte er nur Geld, das ihm Dritte zur Verfügung stellten, an A weiterleiten.
Das Unheil brach dann allerdings doch über den überraschten B herein, als er – deutlich später – erfuhr, daß A über sein Konto betrügerische Geschäfte abgewickelt hatte, wobei die geprellten Kunden jetzt reihenweise Ersatzansprüche an B herantrugen und Strafanzeigen erstatteten…
In einem solchen…
» Vollständiger ArtikelErschienen 17. Januar 2012 auf http://kanzleiundrecht.wordpress.com.
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