Betrug durch Lastschriften

Da soll noch einer sagen, die juristischen Examina - wie zum Beispiel eine gewissse Strafrechtsaufgabe von neulich - seien praxisfremd: In Heidelberg treiben derzeit Betrüger ihr Unwesen, die Lastschriften auf fremde Konten einreichen und darauf hoffen, daß die Kontoinhaber bei der Durchsicht ihrer Kontoauszüge diese unberechtigte Abbuchung nicht bemerken. Noch rätseln die Strafverfolger, wie die Täter an die Kontodaten gekommen sind. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung heute berichtet, entdeckte eine Frau auf ihrem Kontoauszug eine solche Belastung in Höhe von 79,99 €. Sie widersprach dieser Lastschrift und ließ sie unverzüglich zurückbuchen. Als die Betroffene zum Polizeirevier ging, um eine Anzeige zu erstatten, stieß sie damit auf Unverständnis. Schließlich sei ihr doch kein Schaden entstanden. Hrmpf. Auch wenn das richtig wäre: Ein Delikt namens "versuchter Betrug" scheint auf dem Revier da auch unbekannt zu sein. Durchblick bewies dagegen dagegen der Pressesprecher des Polizeipräsidiums: Wir werden die Dame jetzt bitten, unbedingt Strafanzeige zu erstatten", sagt Polizeisprecher Harald Kurzer, als er von dem Fall erfährt. Der betroffene Kollege vom Revier Nord habe falsch gehandelt. Auch wenn der Frau nur ein paar Tage Geld auf dem Konto gefehlt hätten, sei ihr ein Vermögensschaden entstanden. Es erleichtere den Ermittlern auf jeden Fall die Arbeit, wenn möglichst alle Betrugsfälle bekannt werden. Deshalb rät er allen Geschädigten: "Gehen Sie unbedingt zur Polizei!"

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Themen: Vertretbar , Zeitgeschehen , Betrug , Heidelberg , Lastschrift Abbuchung Fremdes Konto Strafrecht

Erschienen 26. Juni 2008 auf http://www.sartorienfelder.de.

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