Betreiber eines Schlüsseldienstes wegen unwahrer Werbeangaben zu Geldstrafe verurteilt
am 24.07.2007 von Wettbewerbsrecht-Blog.de
Das Amtsgericht Traunstein hat den Betreiber eines Schlüsseldienstes wegen strafbarer irreführender Werbung in Telefonbüchern zu 80 Tagessätzen a 100 EUR Geldstrafe verurteilt (Urt. v. 15.03.2007, Az. 50 Cs 7400 Js 205867/02 WI).
Der Angeklagte hatte in Branchenverzeichnissen (zB. Telefonbuch) durch Angabe entsprechender Ortsnetzvorwahlen vorspiegelt, in insgesamt 70 Gemeinden Filialen zu unterhalten. In Wahrheit sind die Anrufe – ohne dies den Kunden offen zu legen – über gemietete und installierte T-Net-Boxen an ein Call-Center weitergeleitet worden.
Der Angeklagte, der tatsächlich nur eine Niederlassung seines Schlüsseldienstes betrieb, beauftragte Subunternehmer, die oft auch nicht einmal in den in Verzeichnissen angegebenen Orten ansässig waren.
Den Verbrauchern, die annahmen, einen ortsansässigen Schlüsseldienst zu beauftragen, wurden auf Grund der Anfahrtszeiten aus anderen Orten erhöhte Anfahrtskosten berechnet. Der Betreiber des Schlüsseldienstes machte sich eines Vergehens der irreführenden Werbung durch unwahre Angaben (über die Ortsansässigkeit des Dienstleisters) gemäß § 16 Abs. 1 UWG strafbar
Quelle: JurPC
Das Bemerkenswerte an diesem Urteil ist, dass die strafbare Werbung überhaupt angeklagt und das Ermittlungsverfahren nicht - wie allzu oft …
AG Königstein: Strafbare Werbung wegen irreführender Anzeigen in Gelben Seiten
Kanzlei Dr. Bahr: Recht der Neuen Medien / Das AG Königstein (Urt. v. 31.07.2006 - Az.: 50 Cs 7400 Js 205867/02 Wi: PDF) hatte über die Strafbarkeit irreführender Werbung zu entscheiden.Der Angeklagte hatte in zahlreichen regionalen Branchenverzeichnissen seine Dienste als Schlüsseldienst…
BGH (1 StR 166/07 ) entscheidet zur Strafbarkeit unwahrer und irreführender Werbung mit Gewinnmitteilungen und Geschenkversprechen im Versandhandel
Recht für Verbraucher / Bundesgerichtshof entscheidet zur Strafbarkeit unwahrer und irreführender Werbung mit Gewinnmitteilungen und Geschenkversprechen im Versandhandel Mit Urteil vom 14. Juni 2006 hat das Landgericht Mannheim drei Angeklagte wegen strafbarer Werbung (§…
Bundesgerichtshof entscheidet zur Strafbarkeit unwahrer und irreführender Werbung mit Gewinnmitteilungen und Geschenkversprechen im Versandhandel
IT-Recht Kanzlei - Nachrichten / Mit Urteil vom 14. Juni 2006 hat das Landgericht Mannheim drei Angeklagte wegen strafbarer Werbung (§ 16 Abs. 1 UWG) zu Freiheitsstrafen verurteilt und den Verfall von Wertersatz gegen sie und zwei nebenbeteiligte Gesellschaften angeord…
Bundesgerichtshof entschied zur Strafbarkeit unwahrer und irreführender Werbung mit Gewinnmitteilungen und Geschenkversprechen im Versandhandel
Dr. Bücker Newsfeed / Urteil vom 30. Mai 2008 – 1 StR 166/07Mit Urteil vom 14. Juni 2006 hat das Landgericht Mannheim (Landgericht Mannheim – Entscheidung vom 14. Juni 2006 – 22 KLs 605 Js 27831/04) drei Angeklagte wegen strafbarer Werbung (§ 16 Abs.…
OLG Hamm: Schlüsseldienst-Werbung mit nicht existentem Betriebssitz wettbewerbswidrig
Kanzlei Dr. Bahr: Recht der Neuen Medien / Das OLG Hamm (Urt. v. 29.03.2007 - Az.: 4 U 11/07) hat entschieden, dass es wettbewerbswidrig ist, wenn ein Schlüsseldienst mit der Adresse eines nicht existenten Betriebssitzes im Telefonbuch wirbt.Die Beklagte warb im Telefonbuch Das Örtliche mit…
BGH: Irreführende Werbung mit Gewinnmitteilung ist Straftat
Kanzlei Dr. Bahr: Recht der Neuen Medien / Mit Urteil vom 14. Juni 2006 hat das Landgericht Mannheim drei Angeklagte wegen strafbarer Werbung (§ 16 Abs. 1 UWG) zu Freiheitsstrafen verurteilt und den Verfall von Wertersatz gegen sie und zwei nebenbeteiligte Gesellschaften angeordnet. Bei zwei…
