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Betäubungsgas als Tatmittel

am 01.08.2007 von http://strafprozess.blogspot.com

Eine Horrorvorstellung für Wohnmobilurlauber aber auch LKW-Fahrer: Eingeschläfert durch Gas, das in das Fahrzeug geleitet wird.Ein Ehepaar aus Niedersachsen ist in der heutigen Nacht an der Rastanlage Köschinger Forst an der Autobahn 9 bei Ingolstadt in seinem Wohnmobil betäubt und ausgeraubt worden. Die Täter entwendeten ein Mobiltelefon und eine goldene Kette im Gesamtwert von rund 400 Euro, wie die Polizei heute mitteilte.Die Täter drangen durch die verschlossene Beifahrertür in das Fahrzeug ein, während das Ehepaar aus Melle schlief. Der Schaden am Wohnmobil wird auf 300 Euro geschätzt. Um herauszufinden, mit welchem Mittel der 41-jährige Mann und seine 40-jährige Frau betäubt wurden, soll eine Blutuntersuchung durchgeführt werden.Bereits in der Nacht vom 18. auf …

Dieter Roth am 26.07.2008 um 19:34 Uhr:

Wenn...
Wenn die Beraubung tatsächlich durch ein Betäubungsgas ermöglicht wurde, dann erfolgt die angekündigte Untersuchung bereits zu spät. Die Gase, die für solche Überfälle verwendet werden, sind gasförmige Designer-Drogen, die sofort nach der Wirkung den Körper verlassen und dann nicht mehr nachweisbar sind. Es sind psychogene Drogen, die mit den Betäubungsmitteln, die von Ärzten oder Tierärzten verwendet werden, nichts zu tun haben. Daher sind bisher alle Versuche, Struktur und Herkunft der Gase festzustellen, gescheitert. Als Beispiele seien die Drogen genannt, die in Moskau bei Erstürmung eines Theaters verwendet wurden sowie die Vergewaltigungsdroge GHB, die spätestens nach 24 Stunden im Körper nicht mehr nachweisbar ist. Meines Wissens gibt es in Deutschland ein einziges Labor, das GHB detektieren kann - die Droge, die in Moskau verwendet wurde, ist deutschen Behörden bis heute unbekannt.

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