Anlagebetrüger: Gelernter Maurer als Anlagebetrüger verurteilt
schreibmaschine | 16. März 2009 — Vor einem guten Jahr kam er nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft, jetzt wurde ein 49-jähriger Handwerk…
Wegen „Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr“ und Untreue hat das Würzburger Landgericht den ehemaligen Juniorchef eines großen Unternehmens aus dem Kreis Würzburg zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. „Die Höchststrafe haben sie schon von ihrer Familie erhalten“, sagte der Vorsitzende der 5. Strafkammer, Burkhard Pöpperl.
Die Taten liegen schon ein paar Jahre zurück und sind teilweise verjährt: Zwischen 1999 und 2004 nutzte der heute 42-jährige Sohn des Firmen-Patriarchen seine Stellung als Vertriebs- und Marketing-Leiter, um sich selbst die Taschen zu füllen. Insgesamt hat er seine Ex-Firma um fast eine Million Euro geschädigt, im Prozess ging es um rund 400.000 Euro Schaden.
Weil er Geld brauchte, um seinen recht extravaganten Lebenswandel zu finanzieren, forderte der Angeklagte die Geschäftsführer von zwei Werbeagenturen, deren Hauptkunde sein Unternehmen war, offen zu Bestechungszahlungen auf. Den Schaden hatten aber nicht die Geschäftspartner, sondern die Firma des Angeklagten: Der sorgte nämlich dafür, dass seine Partner die Bestechungsgelder durch Scheinrechnungen wieder hereinholen konnten. Der Erlös der Untreue-Handlungen wurde nach Angaben des 42-Jährigen gleichmäßig aufgeteilt.
Als seine Taten im Rahmen von Zivilrechtsstreitigkeiten ans Licht kamen, verlor er nicht nur innerhalb weniger Stunden seine Job, sondern alles: Er wurde von seiner Familie verstoßen, von seinem Vater enterbt und schlug sich mehrere Jahre mit Gelegenheitsjobs im Ausland und mit Arbeitslosengeld in Deutschland durch, ehe er verhaftet wurde. „Er steht vor dem Nichts“ so Pöpperl. Luxus-Sportwagen für sich und seine Freundin sind nur ein Beispiel dafür, wie der Angeklagte mit seinem Nettogehalt von 3.400 Euro im Monat über seine Verhältnisse lebte.
Obwohl er sich sehr für das Familienunternehmen einsetzte, hatte er keine Chance, den Betrieb jemals zu übernehmen. Der Seniorchef hielt seine Kinder für „zu blöd, um die Firma zu führen“, sagte Verteidiger Andreas Becker (Würzburg). Das führte beim Angeklagten zu Frust, den er d…
» Vollständiger ArtikelErschienen 29. Januar 2010 auf http://www.woetzel-online.info/.
schreibmaschine | 16. März 2009 — Vor einem guten Jahr kam er nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft, jetzt wurde ein 49-jähriger Handwerk…
schreibmaschine | 20. Juli 2008 — Über 300.000 Euro seines besten Mandanten hat ein Steuerberater aus Schweinfurt in die eigene Tasche gesteckt. Dafür soll der 6…
schreibmaschine | 9. September 2010 — Kleiderbügel, Klebeband und eine Schreibmaschine waren die Tatwerkzeuge, mit denen ein 40-Jähriger aus Kitzingen in großem Stil…
schreibmaschine | 16. April 2008 — Einen unschönen Abschied nach 34 Berufsjahren hatte ein Prokurist einer Würzburger Brauerei: Das Unternehmen kündigte ihm, nachdem…
Wissenswertes, Interessantes und Kurioses aus Justiz und Alltag | 21. Februar 2008 — Wegen jahrelangen Missbrauchs seiner eigenen Kinder hat das Berliner Landgericht einen 49-jährigen Mann zu einer Gefängnisstr…
schreibmaschine | 28. November 2006 — Weil er sich beim Hausbau finanziell übernommen hatte, griff ein Sachbearbeiter des Finanzamtes Würzburg dem Staat in die Tasch…
schreibmaschine | 5. Januar 2007 — Wegen Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Untreue soll der ehemalige Tiefbau-Chef der Stadt Bad Neustadt (Saale) nach dem Will…
schreibmaschine | 16. Januar 2007 — Das Amtsgericht Gemünden hatte ihn wegen Untreue und Betrug zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. In der Berufungsinstanz…
schreibmaschine | 8. November 2007 — Mit einer kriminellen Würzburger Wohngemeinschaft musste sich am Mittwoch das Amtsgericht Würzburg beschäftigen: Unter anderem …
schreibmaschine | 12. Januar 2007 — Hohe Strafe für einen korrupten städtischen Angestellten: Wegen Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Untreue hat das Würzburg…