Bericht: Steueraffäre um Konten in Liechtenstein weitet sich aus

Berlin (Reuters) - Die Affäre um Steuerhinterziehung und Schwarzgeld-Konten in Liechtenstein weitet sich Medienberichten zufolge aus.

Beim Landgericht Rostock lägen Belege für rund 1850 bislang unbekannte Konten deutscher Steuersünder vor, berichtete die "Frankfurter Rundschau" am Samstag. Präsentiert worden seien die Papiere am Freitag von den Anwältinnen eines der vier Angeklagten. Die Männer müssen sich seit April vor dem Landgericht Rostock verantworten, weil sie die Liechtensteiner Landesbank (LLB) mit rund 2300 Kontodaten um neun Millionen Euro erpresst haben sollen.

Der "Spiegel" berichtete vorab von rund 1600 Kontodaten, die dem Gericht vorgelegt worden seien und die dieses nun prüfe. Zur Quelle der Daten wolle sich die Verteidigung nicht äußern.

In der Affäre um massenhafte Steuerhinterziehung über Konten in Liechtenstein war auch Post-Chef Klaus Zumwinkel zurückgetreten. Im Februar hatten Bochumer Ermittler Zumwinkels Haus durchsucht. Auslöser für die Steuerfahndung war die Datensammlung einer Liechtensteiner Bank, die der Bundesnachrichtendienst Regierungskreisen zufolge für mehr als vier Millionen Euro gekauft hatte.



Quelle: Reuters (2. August 2008)

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Themen: Berlin , Landgericht , Frankfurter Rundschau , Rostock

Erschienen 2. August 2008 bei http://www.reuters.com.

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