Beleidigungen im Internet: Irgendwann ist eine Grenze erreicht!

© Benjamin Thorn / pixelio.de

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, als ich mich schon einmal aus damals aktuellem Anlass mit dem Thema Beleidigung im Internet beschäftigt habe (Klick).

Ich riet ich damals Personen, die von öffentlichen Beleidigungen im Internet betroffen sind, zunächst „auf dem kurzen Dienstweg“ beim jeweiligen Forenbetreiber eine Löschung zu verlangen. Tatsächlich beruhte dies auf meinen eigenen, zum damaligen Zeitpunkt positiven Erfahrungen mit diesem Vorgehen. Allerdings hatte ich damals schon das Gefühl, dass dies unter Umständen nicht in jedem Fall langfristigen Erfolg bringen würde. Deswegen schrieb ich damals schon abschliessend:

Man sollte nach der Löschung im Blick behalten, dass das Theater nicht erneut losgeht – in der überwiegenden Zahl der Fälle sind die Verantwortlichen des betroffenen Internetauftritts sich allerdings bewusst, dass man zukünftig die auch im Internet geltenden Spielregeln wieder einhalten sollte – insbesondere dann, wenn sie – wie dies häufig der Fall ist – auch noch durch den Betreiber der Seite eindringlich verwarnt worden sind.

Wenn es aber wieder losgeht – dann muss sich der Verantwortliche solcher Seiten darauf einstellen, dass dies zu ganz empfindlichen Konsequenzen führen wird – zumal er sich sicher sein kann, dass seine vorhergehenden Rechtsgutverletzungen dokumentiert sind und die Massnahmen gegen ihn dann sehr deutlich ausfallen werden.

Nun stehe ich selbst vor der Frage, ob ich wegen erneuter massiver Grenzverletzungen tatsächlich weitere Schritte gehen. Hintergrund ist, dass zwar das Forumthema, in dem ich damals diffamiert wurde, komplett verschwand, dass aber die dortigen Akteure in ein anderes Forum abwanderten, in dem sie dann – allerdings mit deutlich „gebremstem Schaum“ – weitermachten. Ich behielt das ganze Problem im Auge, man hielt sich dort äusserst bedeckt und irgendwann erledigte es sich, weil wohl andere User des dortigen Forums kalte Füsse bekamen und für eine Löschung des öffentlichen Teils sorgten – allerdings waren es eher andere Personen als ich, die Adressaten der schlimmsten Ausfälle wurden. Intern scheint die Kampagne dort bis zum heutigen Tage „fröhlich“ weiter zu gehen, wie ich an den regelmässigen Zugriffen von dort auf meinen Blog sehr gut sehen kann. Aber das interessiert mich naturgemäss nicht.

Allerdings wanderten ein paar der dortigen User in ein anderes öffentliches Forum ab, und zwar nicht gerade die harmlosesten; dort kam es dann vor kurzem zu einer strafrechtlich relevanten Grenzübertretung, die ich nicht mehr ohne Sanktionen dulden werde:

Mein hier stets hier präsenter Schatten (die letzte Reaktion auf den aktuellen Blogeintrag zum Thema Kachelmann dauerte knapp 30 Minuten) sah sich bemüssigt, nach einer strafrechtlich relevanten Beleidigung für einen Rechtsanwalt zu suchen, und sie fand …

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Erschienen 9. Februar 2012 auf http://stscherer.wordpress.com.

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