Beckstein will CSU zügig in Koalitionsgespräche führen

München (Reuters) - Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein will die CSU zügig in Koalitionsverhandlungen mit der FDP und den Freien Wählern führen.

Die Sondierungsgespräche würden noch diese Woche beginnen und nächste Woche detaillierter fortgesetzt, sagte Beckstein am Dienstag in München. Auf CSU-Seite werde er die Verhandlungen zusammen mit dem noch bis zum 25. Oktober amtierenden Parteichef Erwin Huber, dessen designiertem Nachfolger, Bundesagrarminister Horst Seehofer, sowie dem Chef der Landtagsfraktion, Georg Schmid, führen.

Zum Rücktritt Hubers vom Parteivorsitz äußerte sich Beckstein nur knapp: "Ich respektiere diese Entscheidung." Huber und er hätten Höhen und Tiefen gehabt, es verbinde sie aber eine enge Freundschaft. Zu Spekulationen über einen eigenen Rücktritt nach dem Wahldebakel bei der Landtagswahl äußerte sich Beckstein nicht.

Die CSU hatte am Sonntag mit 43,4 Prozent das schlechteste Ergebnis seit 50 Jahren eingefahren und kann nur noch mit einem Koalitionspartner regieren. Beste Chancen dürfte dabei die FDP haben, die nach 14 Jahren wieder im Landtag vertreten ist. Auch die Freien Wähler waren einer der Gewinner der Wahl.



Quelle: Reuters (30. September 2008)

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Themen: Fdp , Nachfolger , Horst Seehofer

Erschienen 30. September 2008 bei http://www.reuters.com.

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