Beck nennt parteiinterne Gegner Wolfsrudel

Mainz (Reuters) - Eine Woche nach seinem Rücktritt als SPD-Vorsitzender hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck die Kritik an seinen parteiinternen Gegnern erneuert.

"Ich will und werde mir nicht einreden lassen, dass es ein Vorzug in der Politik sei, wenn man den Umgang des Wolfsrudels miteinander pflegt", sagte Beck am Samstag auf dem SPD-Landesparteitag in Mainz. "Das ist eine Umgangsform von vorgestern, wir sollten sie überwinden." Es sei wichtig, dass Freundschaftlichkeit und Freundschaft in der Politik einen Stellenwert hätten, mahnte der 59-Jährige, der von den Delegierten begeistert empfangen wurde. Am Mittag steht seine Wiederwahl als Landesvorsitzender an.

Kritik übte Beck auch an den Medien, die den Machtkampf in der SPD allzu gerne begleitet hätten. "Wir dürfen uns nicht dazu hergeben, in der Arena Kämpfe miteinander auszutragen."

Beck hatte seinen überraschenden Rückzug als SPD-Chef damit begründet, dass er sich als Opfer einer Intrige um die Nominierung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidat sehe. Konkrete Namen nannte Beck auch am Samstag nicht. Dem designierten Kanzlerkandidaten Steinmeier sagte Beck seine volle Unterstützung zu. Steinmeier führt auch die SPD bis zu einem Sonderparteitag am 18. Oktober, auf dem Franz Müntefering zum neuen Parteichef gewählt werden soll.



Quelle: Reuters (13. September 2008)

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Themen: Mainz , Kurt Beck

Erschienen 13. September 2008 bei http://www.reuters.com.

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