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Beamtenrecht: Eilrechtschutz vor Konkurrentenklage ist immer notwendig, aber nicht immer erfolgreich!

am 24.08.2006 von http://blog.juracity.de

Der Beamte ist einer negativen Beförderungsentscheidung nicht schutzlos ausgeliefert. Der Rechtschutz ist in dieser Situation umfangreich ausgestaltet. Indes kann hier viel falsch gemacht oder versäumt werden. Ein grundsätzlicher Anspruch des Beamten auf Beförderung - etwa abgeleitet aus Art. 33 GG  - wird einhellig abgelehnt. Lediglich ausnahmsweise wird man einen direkten Anspruch auf Beförderung annehmen können. Dies ist dann denkbar, wenn eine Ermessensreduzierung auf Null vorliegt, ein Bewerber also z.B. eindeutig besser beurteilt ist als seine Konkurrenten oder diese schon gar nicht das Anforderungsprofil der Ausschreibung erfüllen.
Da der Beamte aber ein berechtigtes Interesse am angemessenen beruflichen Fortkommen hat, kommt ihm aber immer wenigstens ein Anspruch auf eine ermessensfehlerfreie Entscheidung des Dienstherrn über seine Bewerbung zu. Die Beförderungsentscheidung selbst stellt einen Verwaltungsakt dar, so daß gegen den ablehnenden Bescheid zwar  Anfechtungswiderspruchs eingelegt werden kann.
Gleichwohl empfiehlt es sich aber aus anderen Erwägungen umgehend vorläufigen Rechtschutz zu suchen. Grundsätzlich hat ein Widerspruch zwar aufschiebende Wirkung. Gleichwohl hindert der Widerspruch die Behörde nicht die Beförderungsentscheidung zu Gunsten des Konkurrenten durch Aushändigung der Ernennungsurkunde umzusetzen.  Ist die vorgesehene Ernennung einmal erfolgt, dann wird ein bestehender Neubescheidungsanspruch des Widerspruchsführers vereitelt, weil wegen des Prinzips der Ämterstabilität die bereits vollzogene Personalentscheidung nicht rückgängig gemacht wird (vgl. BVerwG ZBR 1990, 79; BVerwG DVBl 1989, 197).
Dem Betroffenen kann daher nur dringend nahegelegt werden, neben dem Widerspruch begleitend einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 123 VwGO zu stellen. Auf diesem Wege kann dem Dienstherrn einstweilig bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren untersagt werden, die streitbefangene Stelle zu besetzen, …

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