BDI fürchtet Wirtschaftsspionage durch Swift-Abkommen

Berlin (Reuters) - Die deutsche Industrie fürchtet, dass Unternehmen in Folge der Weitergabe von Bankdaten an die USA Opfer von Wirtschaftsspionage werden könnten.

"Wir warnen vor der Gefahr, dass Unternehmen ausspioniert werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) Werner Schnappauf der "Financial Times Deutschland" (FTD) vom Dienstag. "Daten zum Zahlungsverkehr sind sensible Informationen", argumentierte er. Sie erlaubten Rückschlüsse auf Märkte, Vertragspartner und Geschäftsumfänge.

Der BDI reihte sich damit ein in die Schar der Kritiker am neuen Abkommen der EU mit den USA über den Austausch von Bankdaten. Deutschland hatte am Montag mit seiner Stimmenthaltung den Weg mit freigemacht für die Unterzeichnung des Abkommens, das von Datenschützern heftig kritisiert wird. Auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hatte Bedenken gegen die Vereinbarung geäußert.



Quelle: Reuters (1. Dezember 2009)

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Themen: Berlin , Germany , Legislation , Western Europe , Europe , German General News , Crime; Law Enforcement , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Money , German Equities , United States OF America , Government Debt (national) , Financials , Banks (industry Group) , Financial Times , Austausch , Sabine , Bdi , Financial Times Deutschland , Swift , Financial Service Providers

Erschienen 1. Dezember 2009 bei http://www.reuters.com.

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