Banken beginnen in 3 Wochen mit Karten-Umprogrammierung

Frankfurt (Reuters) - Sparkassen, Landesbanken und die Postbank wollen in drei Wochen damit beginnen, die von einem Softwarefehler betroffenen EC- und Kreditkarten umzuprogrammieren.

In einem ersten Schritt sei dann ein Update der Mikrochips auf jenen Karten vorgesehen, die von Kunden im Ausland benutzt werden sollten, teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Sonntag mit. Zur Begründung hieß es, in Deutschland könnten die Plastikkarten inzwischen wieder an allen Geldautomaten der Sparkassen und den meisten Händlerterminals eingesetzt werden. Hintergrund ist, dass die Automaten und Terminals hierzulande nach der Neujahrs-Panne mit den Chips behelfsmäßig auf das Einlesen der älteren Magnetstreifen umgestellt wurden. Im Ausland läuft diese Umstellung zum Teil noch.

Nach Angaben des DSGV dauert der Update-Vorgang für die Chips nur wenige Sekunden und soll zunächst von den Mitarbeitern in den Filialen an speziellen Terminals durchgeführt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt werde die Umprogrammierung dann auch über die Geldautomaten der Sparkassen und Landesbanken möglich sein.

Die Postbank will ihre Geldautomaten bereits ab Anfang Februar so umprogrammieren, dass fehlerhafte Chip-Karten automatisch repariert werden. Die Karten seien anschließend ohne Einschränkungen nutzbar. Spätestens Ende Februar sollen alle Postbank-Geldautomaten umgerüstet sein. Die Postbank prüft noch die Möglichkeit, defekte Karten an den Kassenterminals zu reparieren.

Ein Softwarefehler auf den Chips hatte die Funktion der Karten seit dem Jahreswechsel behindert. Betroffen waren insgesamt knapp 30 Millionen Plastikkarten. Die Kunden konnten weder Geld vom Automaten ihrer Hausbank abheben noch im Einzelhandel mit ihrer Karte zahlen. Urlauber im Ausland mussten sich teilweise über Finanzdienstleister Bargeld überweisen lassen. Die Sparkassen und Landesbanken, aber auch Commerzbank und Postbank boten ihren Kunden inzwischen Kulanzlösungen an, etwa die Erstattung entstandener Kosten.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner appellierte am Wochenende noch einmal an die Kreditinstitute, Wort zu halten und den betroffenen Kunden bei den Mehrkosten entgegenzukommen. In einem Gastbeitrag der "Bild am Sonntag" mahnte die CSU-Politikerin zugleich, die Probleme bei den EC- und Kreditkarten seien noch lange nicht gelöst. Aigner verwies vor allem auf den Einsatz der Karten im Ausland. "Die Kreditinstitute müssen so schnell wie möglich Abhilfe schaffen und die Verbraucher fortlaufend informieren."



Quelle: Reuters (11. Januar 2010)

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Themen: Germany , Frankfurt , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Equities , Financials , Corporate Results Forecasts , Banks (industry Group) , EC , Panne

Erschienen 11. Januar 2010 bei http://www.reuters.com.

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