Merkel will mit Mehdorn über Bahn-Privatisierung reden
Reuters | 9. November 2008 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will Medienberichten zufolge direkt in die Diskussion über eine Teilprivatisie…
Berlin (Reuters) - Der Teilverkauf der Deutschen Bahn an private Investoren kann möglicherweise auch ohne den vorerst abgesagten Börsengang zustande kommen.
Bahnchef Hartmut Mehdorn hat nach Angaben von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm die Rückendeckung für weitere Gespräche mit Investoren über einen Einstieg bei der Bahn. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück seien sich einig, dass Mehdorn seine konzeptionellen Überlegungen für eine Teilprivatisierung vorantreiben könne, sagte Wilhelm am Donnerstag.
Mehdorn legte Wilhelm zufolge seine Pläne am Donnerstag der Kanzlerin und Kanzleramtsminister Thomas de Maiziere vor. Bereits am Mittwoch habe er mit dem Finanzminister darüber gesprochen. Eine endgültige Entscheidung über eine konkrete Teilprivatisierung sei damit aber noch nicht getroffen, betonte Wilhelm. Vorige Woche hatte die Regierung entschieden, dass der ursprünglich in diesem Jahr geplante Börsengang der Bahn wegen der Turbulenzen auf den Finanzmärkten auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Beim Börsengang sollten 24,9 Prozent der Personen- und Güterverkehrssparte vor allem an Investoren verkauft werden.
Der Bahnchef will nun mit internationalen Investoren weiter über eine Beteiligung an der Bahn verhandeln. Ein Bahn-Sprecher wollte sich dazu am Donnerstag nicht äußern. Sollten Investoren bereit sein, einen angemessenen Preis für Anteile an der Bahn zu zahlen, könnte die Teilprivatisierung auch ohne den Gang aufs Börsenparkett gelingen. Mehdorn hatte für den Börsengang bereits zahlreiche Gespräche mit Investoren in Russland, China und dem arabischen Raum geführt und in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, es gebe dort großes Interesse an einem Einstieg beim deutschen Staatsunternehmen. Im Gegenzug erhofft sich die Bahn in den Ländern Aufträge für Bau und Betrieb von Bahnstrecken bis hin zu Beteiligungen an deren Staatsbahnen.
Die vorläufige Absage des Börsengangs hatte vorige Woche für Irritationen gesorgt. Nach Darstellungen von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) und des Finanzministeriums sollte damit das Vorhaben frühestens nach der Bundestagswahl wieder aufgenommen werden. Daraufhin stellte der Kanzleramtsminister klar, eine solche Festlegung gebe es nicht.
Reuters | 9. November 2008 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will Medienberichten zufolge direkt in die Diskussion über eine Teilprivatisie…
Reuters | 10. November 2008 — Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hält sich zu Spekulationen über einen Einstieg ausländischer Investoren bei der Bahn auc…
Reuters | 8. November 2008 — Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will einem Zeitungsbericht zufolge nun direkt in die Diskussion über die Bahn …
Reuters | 26. Juli 2008 — Berlin (Reuters) - Großanleger in Dubai und Abu Dhabi haben offenbar Interesse an Anteilen der Deutschen Bahn. Konzernchef Ha…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 30. März 2009 — Auch wenn er noch möchte, bald darf oder "will" er wohl nicht mehr. Der Rücktritt von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn wird immer wah…
Reuters | 1. April 2009 — Berlin (Reuters) - Der Daimler-Manager Rüdiger Grube ist nach Angaben aus Kreisen Favorit der Bundesregierung für die Mehdorn-N…
Reuters | 31. März 2009 — Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung will heute (Dienstag) über die Nachfolge von Bahn-Chef Hartmut Mehdorn beraten. An dem…
Reuters | 14. März 2009 — Berlin (Reuters) - In der Datenaffäre bei der Deutschen Bahn rückt Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee von Konzernchef Hartmut …
JuracityBlog | 5. Juni 2009 — Die Bahn lernt nicht dazu. Der neue Bahnchef Grube hat den gleichen Anstellungsvertrag als Vorstand bekommen wie der der ausges…
Reuters | 1. April 2009 — Berlin (Reuters) - Der Nachfolger von Hartmut Mehdorn an der Spitze der Deutschen Bahn soll in wenigen Tagen feststehen. Man …