BAG: Mehrjährige Haftstrafe rechtfertigt personenbedingte Kündigung
Andere Ansicht | 29. März 2011 — Wandert ein Arbeitnehmer für längere Zeit hinter schwedische Gardinen, beeinflusst das auch ein bestehendes Arbeitsverhältnis…
click
Mit der Frage, ob ein Arbeitgeber ein Arbeitsverhältnis auf personenbedingte Gründe gestützt kündigen kann, wenn der Arbeitnehmer zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt wurde oder ob und wie lange er die haftbedingte Abwesenheit des Arbeitnehmers bis zu dessen Erlangung eines etwaigen Freigängerstatus überbrücken muss, hat sich der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts zu befassen (BAG – 2 AZR 790/09 – ). Für das Verfahren ist Termin für 24.3.2011 anberaumt, dem folgender Sachverhalt zugrundeliegt:
Die Parteien streiten über die Wirksamkeit einer personenbedingten Kündigung.
Der Kläger ist bei der Beklagten, einem Unternehmen der Automobilindustrie, seit 1992 als Industriemechaniker beschäftigt. Er befand sich seit 12. November 2006 in Untersuchungshaft. Durch Urteil des Landgerichts B. vom 8. Mai 2007 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sieben Monaten verurteilt. Im Vollzugsplan ist der 7. April 2013 als Strafende vorgesehen. Die Möglichkeit eines offenen Vollzugs war zunächst nicht vorgesehen, sollte aber erstmals im Dezember 2008 geprüft werden.
Die Beklagte besetzte den Arbeitsplatz des Klägers mit einem anderen Mitarbeiter und kündigte das Arbeitsverhältnis des Klägers nach Beteiligung des Betriebsrats mit Schreiben vom 8. Februar 2008 zum 8. April 2008. Gegen diese Kündigung wendet sich der Kläger mit der von ihm erhobenen Kündigungsschutzklage mit der Begründung, die Beklagte sei verpflichtet, die Zeit seiner haftbedingten Abwesenheit zu überbrücken, bis er den Freigängerstatus erlangt habe. Die Größe ihres Unternehmens lasse dies ohne weiteres zu.
Die Beklagte wendet ein, mit der langjährigen Haftstrafe sei das Arbei…
» Vollständiger ArtikelErschienen 21. März 2011 auf http://jusatpublicum.wordpress.com.
Andere Ansicht | 29. März 2011 — Wandert ein Arbeitnehmer für längere Zeit hinter schwedische Gardinen, beeinflusst das auch ein bestehendes Arbeitsverhältnis…
WK LEGAL Online Blog | 29. März 2011 — Arbeitgebern wird durch die Arbeitsgerichte bekanntlich sehr viel Verantwortung in Bezug auf den Erhalt von Arbeitsplätzen über…
Arbeitsrecht & Mediation Berlin | 24. März 2011 — Presseerklärung des BAG vom 24.03.2011 “1. Die Verbüßung einer mehrjährigen Freiheitsstrafe ist grundsätzlich geeignet, die o…
beck-blog | 30. Juni 2010 — Nachdem es dem Gesetzgeber bislang nicht gelungen ist, die notwendigen Folgerungen aus dem "Kücükdeveci"-Urteil des EuGH…
Juraexamen.info | 28. März 2011 — Das Bundesarbeitsgericht hat in einem Urteil vom 24.03.2011 (2 AZR 790/09) entschieden, dass die Verbüßung einer mehrjährigen…
Rechtsanwälte in Würzburg - Aktuelles | 28. März 2011 — Hat ein Arbeitnehmer eine langjährige Haftstrafe zu verbüßen, so kann der Arbeitgeber berechtigt sein, das Arbeitsverhältnis or…
arbeitsrechtsfix | 8. Juni 2011 — Straftaten zu Lasten des Arbeitgebers können grundsätzlich die Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen, selbst wenn es…
Werle-Rüdinger & Dr.Schoch | 2. April 2011 — Straftaten zu Lasten des Arbeitgebers können grundsätzlich die Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen, selbst wenn es…
Jus@Publicum | 24. März 2011 — click In seinem heutigen Urteil hat das BAG entschieden, dass ein Arbeitgeber ein Arbeitsverhältnis auf personenbedingte Grün…
Handakte WebLAWg | 9. Mai 2007 — Die 8. Zivilkammer des Landgerichts Oldenburg hatte in einem Berufungsverfahren über ein Urteil des Amtsgerichts Oldenburg vom …