James Q. Wilson (1931-2012)
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So oder ähnlich ist es wahrscheinlich jedem von uns schon mal geschehen: man eilt durch die Stadt, auf dem Weg zu einem wichtigen Termin, ist womöglich noch am Handy und schon ist es passiert. Man ist reingetreten. In einen Hundehaufen.
Um solch unerfreulichen Ereignissen vorzubeugen, hat der Bürgermeister der unterfränkischen Kleinstadt Volkach, Peter Kornell, sich nun etwas einfallen lassen: eine Gen-Datenbank für Hunde. Einem Bericht der Welt vom 29.01.2009 zufolge, möchte Kornell den etwa 420 in der Kommune lebenden Hunden per Wattestäbchen Speichelproben entnehmen, diese genetischen Fingerabdrücke in eine Datenbank einspeisen und so dauerhaft den Hundekot aus der Gemeinde verbannen. Beim nächsten Hundehaufen, der liegenbleibt, wird dann einfach eine Probe genommen, ins Labor geschickt und mit dem Datensatz verglichen - und schon kennt man den Übeltäter.
Dabei setzt Kornell auf die Freiwilligkeit der Herrchen und Frauchen, denn eine Rechtsgrundlage für diese Maßnahme gibt es nicht. Selbst wenn die Gen-Datenbank Zuspruch findet und ein Großteil der Hundebesitzer seine Liebsten freiwillig registrieren würde, so wären die Kosten enorm. Allein das Anlegen einer Datenbank schlage pro Hund mit gut 200 Euro zu Buche, so Bürgermeister Peter Kornell. Insgesamt würden sich die Kosten für die Anlage der Datenbank auf etwa 80.000 Euro belaufen und in dieser Summe seien noch nicht einmal die zukünftig anfallenden Laborkosten enthalten. Außerdem darf natürlich wegen der Überzüchtung der Tiere die Inzestfrage nicht außer Acht gelassen werden, wie Prof. Christoph Meißner vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Würzburg in dem Artikel berichtet:
Möglicherweise haben gleichrassige Hunde das gleiche DNA-Profil.
Man könnte sich also nie sicher sein, ob der gefundene Übeltäter tatsächlich auch der Richtige ist.
Alles in allem rechnet Kornell folglich damit, dass er an der Umsetzung seiner Idee wohl scheitern werde. Allerdings wissen wir doch seit James Q. Wilson und George L. Kelling 1982 ihre Broken-Windows- Theorie vorgestellt haben, dass das Nicht-Durchgreifen gegen derartige Formen prä-kriminellen Verhaltens, sog. “Incivilities”, der Anfang vom Ende sein könnte.
Nach Wilson & Kelling gehen nämlich Bewohner sowie potentielle Täter aufgrund der Wahrnehmung solcher “signs of incivility” im Stadtteil davon aus, dass sich dort niemand mehr für die (formelle und informelle) soziale Kontrolle verantwortlich fühlt. Dies habe zur Folge, dass sich die Bewohner (aus Furcht) immer mehr aus dem öffentlichen Raum zurückziehen, was dann zu einem tatsächlichen Rückgang der informellen sozialen Kontrolle führt. Diese Situation wiederum ziehe nur noch mehr “ungebetene Gäste” und Verhaltensweisen an und ließe potentielle Straftäter davon ausgehen, dass sich dort Straftaten risikolos ausführen lassen und das wiederum führe zu einem objektiven An…
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The police and neighborhood safety