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Autor übernahm von dem Verbrechen nur die Rahmenkonstruktion

am 01.02.2008 von Handakte WebLAWg

Bei beiden Verfassungsbeschwerden geht es um das Verhältnis von Persönlichkeitsrecht und Kunstfreiheit.
Im einen Fall richtet sich die Beschwerdeführerin gegen die Aufführung des von Lutz Hübner verfassten Theaterstücks “Ehrensache“. Als Vorlage dieses Stücks dienten die Ereignisse um die Tötung der damals 14-jährigen Tochter der Beschwerdeführerin (sog. “Hagener Mädchenmord-Fall“). In dem Stück werden episodenhaft der Ablauf des Tages bis zur Tat und Ereignisse aus dem Leben der getöteten Ellena erzählt, deren Figur an die Tochter der Beschwerdeführerin angelehnt ist. Die Mutter des Mädchens rügt eine Verletzung des postmortalen Persönlichkeitsrechts ihrer Tochter.
Sie beanstandet, dass die wesentlichen Handlungsstränge des Theaterstücks sich gewollt am realen Geschehen orientierten: ihre Tochter sei in der Figur der Ellena wieder zu erkennen. Durch die Darstellung werde ungeachtet der Veränderung des Namens und einiger Details das Lebensbild der Tochter entstellt und deren Wert und Achtungsanspruch verletzt. Die Darstellung beschränke sich darauf, die frühreife und starke sexuelle Ausrichtung der Verstorbenen …

Bundesverfassungsgericht : Persönlichkeitsrecht v.s. Kunstfreiheit - Erfolglose Verfassungsbeschwerden gegen die Aufführung eines Theaterstücks und eine Romanveröffentlichung - BVerfG schreibt ESRA-Beschluss fort.

MEDIEN INTERNET und RECHT / BVerfG, Beschlüsse vom 12. und 19.12.2007 – Az. 1 BvR 1533/07; 1 BvR 350/02 und 1 BvR 402/02 In seinen Beschlüssen vom 12.12.2007 und 19.12.2007 (Az. 1 BvR 1533/07; 1 BvR 350/02 und 1 BvR 402/02) hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seine …

1 BvR 350/02, 1 BvR 402/02 vom 12.12.2007

BVerfG / 1. Gegenstand der Verfassungsbeschwerden sind zivilgerichtliche Entscheidungen, durch die Klagen auf Unterlassung und Entschädigung wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechts der Beschwerdeführer durch die Veröffentlichung des autobiographisc…

Theaterstück “Ehrensache” verboten

Handakte WebLAWg / Das OLG Hamm hat in einem einstweiligen Verfügungsverfahren den städtischen Bühnen in Hagen untersagt, das Stück “Ehrensache” des Autors Lutz Hübner weiter aufzuführen. Das Gericht in Hamm hat damit der Beschwerde gegen einen ander…

1 BvR 1417/02 vom 08.12.2004

BVerfG / Der am 24. Februar 1997 geborene Beschwerdeführer zu 1 ist der Sohn der Beschwerdeführerin zu 2 und des Antragsgegners des Ausgangsverfahrens. Die Eltern waren und sind nicht miteinander verheiratet und leben getrennt. Gegenstand der von der Beschw…

1 BvR 155/98 vom 22.06.2007

BVerfG / Mit ihrer Verfassungsbeschwerde rügen die Beschwerdeführer, dass der Beschwerdeführerin zu 1, der ledigen Mutter des Beschwerdeführers zu 2, gegen den Vater des Beschwerdeführers zu 2 kein Anspruch auf Betreuungsunterhalt über einen Zeitraum v…

BGH erneut zu Esra

IP|Notiz / Urteil vom 10. Juni 2008 - VI ZR 252/07 Die Klägerinnen (Tochter und Mutter) haben sich gegen die Veröffentlichung des von der Beklagten verlegten Romans “Esra” von Maxim Biller gewandt. Das Buch handelt im Wesentlichen von einer Liebes…

Theaterstück zu “Ehrenmord” - Aufführungsverbot bestätigt

Media Rights / WAS BEI DER BEARBEITUNG REALER VORLAGEN ZU BEACHTEN IST! Das LG Hagen hat heute in einem viel beachteten Beschluss das vorläufige Aufführungsverbot des OLG Hamm vom 05.04.2006 - AZ: 3 W 22/06 - für das Theaterstück “Ehrensache” das Dr…

Aufführungsverbot für das Theaterstück “Ehrensache”

Rechtblog / Das Landgericht Hagen hat am 09.05.2006 das Aufführungsverbot für das Theaterstück “Ehrensache” über einen realen Mädchenmord bestätigt. Das Stück des Berliner Dramatikers Lutz Hübner befasst sich mit dem Mord an einer 14- jährig…

2 BvR 375/00 vom 14.07.2006

BVerfG / Die Beschwerdeführerin hatte am 28. Mai 1984 ihren Beitritt zu der Boden-Wert Grundstücksvermietungsgesellschaft & Co. Objekte Diez und Wilhelmshaven KG – BWF 29 – (nachstehend kurz: BWF 29) als Kommanditistin mit einer Kommanditeinlage in Höhe…

Bundesgerichtshof : Fall Esra - Bundesgerichtshof entscheidet nach Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts erneut. Verfremdung der Lale nach gebotener kunstspezifischer Betrachtung ausreichend.

MEDIEN INTERNET und RECHT / BGH, Urteil vom 10. Juni 2008 - VI ZR 252/07; Vorinstanz: LG München I, Urteil vom 15.10.2003 - Az. 9 O 11360/03, OLG München, Urteil vom 6.4.2004 - Az. 18 U 4890/03 <b>Zur Sache</b> <br><br> Die Klägerinnen (Tochter und…

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Rainer Langenhan

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