Außergewöhnliche Umstände gegen ein Fahrverbot müssen stets geprüft werden.

Ich habe ja schon häufiger geschrieben: “Man ist immer wieder erstaunt”, was alles nicht beachtet wird. So auch, wenn man die Entscheidung des OLG Hamm v. 19.01.2010 – 2 (6) Ss OWi 987/09 - liest. Der Betroffene wird wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung verurteilt. Es wird ein Fahrverbot verhängt. Allerdings im Urteil keinerlei Ausführungen zu einem “Absehen” vom Fahrverbot. Dabei hat schon das BVerfG 1969 darauf hingewiesen, dass die Fahrverbotsentscheidung immer verhältnismäßig sein muss. Daher muss selbst unter Berücksichtigung der sog. Indizwirkung immer dargelegt/geprüft werden, ob und warum besondere Umstände, die ein ein Absehen rechtfertigen würden, nicht vorliegen. Das darf das AG jetzt nachholen.

Siehe auch:

OLG Frankfurt: Fahrverbot verhänge ich selbst, aber: Reichen die Feststellungen? Hinzuweisen ist heute auf eine Entscheidung des OLG Frankfurt vom 30.10.2009 (2 Ss OWi 239/09), die eine Fahrverbotsentscheidung bestrifft. Auf... Strafe muss verhältnismä… » Vollständiger Artikel
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Themen: Entscheidung , Olg Frankfurt , Oldenburg , Fahrverbot , Prüfungspflicht , Verhältnismäßigkeit
Rechtsgebiet: Verfahrensrecht

Erschienen 18. Februar 2010 auf http://blog.strafrecht-online.de.

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OLG Frankfurt: Fahrverbot verhänge ich selbst, aber: Reichen die Feststellungen?

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