Wahlfeststellung: Wahlfeststellung
Sartorienfelder | 17. November 2005 — Ich geb's ja zu: Ich habe die Wahlfeststellung nie so richtig kapiert, bevor ich ins Examen gegangen bin. Und währenddessen auch n…
Wenn man Klausuren liest, entdeckt man jedes Mal etwas Neues. Dabei war die Fallkonstellation eigentlich altbekannt: A schlägt seine Frau (F) nieder, die bewußtlos am Boden liegen bleibt. A verläßt fluchtartig das Haus, weil er irrtümlich glaubt, F getötet zu haben. Wenig später erscheint B dort, sieht F und hält sie ebenfalls für tot. Er packt die vermeintliche Leiche ins Auto und verscharrt sie im Wald. Wie sich später herausstellt, erstickt F erst dann. Gefragt war (auch) nach der Strafbarkeit des B; dabei waren allerdings einige Delikte durch den Bearbeitervermerk ausgeschlossen. In Frage kommt hier ausschließlich fahrlässige Tötung, denn da B glaubt, es mit einer eine Leiche zu tun zu haben, fehlt ihm sowohl Tötungs-, Lebensgefährdungs- (§ 221!) als auch Körperverletzungsvorsatz. Das war so deutlich, daß diese Delikte gar nicht erst anzusprechen waren. Einem Bearbeiter fielen aber noch einige andere Dinge dazu ein. Nachdem über zwei Seiten eine Sachbeschädigung an der Kleidung der F untersucht wurde, folgte das hier: ...Eine Strafbarkeit nach § 239 und nach § 234 scheidet aus... In Frage kommt aber eine Strafbarkeit wegen Bodenverunreinigung, § 324a StGB. Durch das Vergraben der Leiche hat er die darin angereicherten Giftstoffe in den Boden eingebracht, die auch geeignet sind, Tiere oder Pflanzen zu schädigen... Die Frage, wie so etwas zustandekommt, läßt mich dann doch etwas ratlos zurück. Denn ansonsten war diese Klausur in allen Belangen eine der besseren Arbeiten.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Sartorienfelder | 17. November 2005 — Ich geb's ja zu: Ich habe die Wahlfeststellung nie so richtig kapiert, bevor ich ins Examen gegangen bin. Und währenddessen auch n…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 8. November 2007 — Bei seinem samstäglichen Einkaufsbummel transportierte ein Mann die Leiche seiner Ehefrau auf einer Sackkarre durch Münsters …
Die Abo-Falle | 30. April 2010 — In der “Neuen Zeitschrift für Strafrecht” (NStZ), ausgabe 4/2010, beschäftigt sich Eisele mit der Strafbarkeit von “Kostenfalle…
medien-gerecht | 30. September 2006 — In einem Aufsehen erregenden Prozess hat das Landgericht Stuttgart nun das Urteil gesprochen. Der Verkauf von T-Shirts, für den…
Die Rechtsanwäldin | 9. Juli 2010 — Wenn etwas befremdlich ist, dann doch wohl die Tatsache, dass seit Monaten weder in der PRINT- noch Online-Ausgabe der EMMA seit…
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 3. Mai 2006 — Ein klarer Fall, so schien es: Die Leiche eines tot aufgefundenen Mannes wies schwere Körperverletzungen auf. Die Polizei ging v…
Sartorienfelder | 18. Mai 2006 — Angeregt durch Christians Leitfaden zum Hausarbeiten-Versemmeln laufen manche andere Kollegen zur Höchstform bei der Spekulation d…
Wissenswertes, Interessantes und Kurioses aus Justiz und Alltag | 7. April 2008 — Die Leiche einer vor 20 Jahren verschwundenen Studentin scheint tatsächlich im Keller der Kempener Villa Horten einbetoniert zu…
Rechtsanwalt Achim Flauaus | 22. Juni 2009 — Die FAZ berichtet heute über den Fall des vor acht Jahren verschwundenen Bauern und Familientyranns “Rudi”. Vier seiner Famil…
Recht verkehrt | 22. März 2010 — Skimming ist das unbemerkte Auslesen und Kopieren von Bankdaten, das zum Teil durch Präparieren von Bankautomaten geschieht und vo…