Auslandseinsätze: Bundeswehr unter Beschuß
am 31.10.2006 von http://kleinblog.com/
Die einen benutzen scharfe Munition, die andere nicht weniger schmerzhafte rethorische Geschosse. Nach dem Knochenfundskandal in Afghanistan und dem Silvesterfeuerwerk der Israelischen Luftwaffe wankt das gesamte Konstrukt “Einsatzarmee” unter dem politischen und medialen Störfeuerwerk der letzten Tage.
Die Opposition im Bundestag hat es primär auf den Libanoneinsatz abgesehen: dieser ist nach einhelliger Meinung nun äußerst fraglich und sollte so schnell wie möglich beendet werden. Auch Koalitionspolitiker fallen in den Reigen der Zweifler mit ein. Nahrung für Mißtöne liefert insbesondere das wenig kooperative Verhalten der Israelis, die fortwährend die Friedenstruppen im Nahen Osten brüskieren, zuletzt durch Scheinangriffe gegen Hisbollah-Stellungen nahe Beirut.
Zweites Sorgenkind ist die Mission im Kongo. Zwar endet dort das Mandat Ende November, nur ob dann wirklich Schluß ist oder sich der Afrikaausflug als ganz übele Falle für die eingesetzten Soldaten erweisen wird. Denn Mitte November soll das Wahlergebnis verkündet werden, das zumindest einer der kriegerischen Parteien nicht schmecken wird.
Minister Jung hat aber noch eine weitere Mission auf der Streichliste: nun soll auch der Bosnien-Einsatz beendet werden. Der IBuK sieht diese Mission als erfüllt an. Das gefällt aber Bundeskanzlerin Merkel überhaupt nicht, ist doch der Zeitpunkt für ein solches Exit-Gedankenspiel denkbar ungünstig.
Prompt wollen Oppositionspolitker der Linken direkt alle Auslandseinsätze beenden. Mit dem abgewandelten Blumenkinderslogan “Krieg löst keine Konflikte” sollen die Bundeswehrkrieger zurück in die Heimat gerufen werden.
Als wäre das nicht genug, stänkern auch noch die Altfunktionäregeneräle Reinhardt und von Kirchbach. Sie werfen der politischen Führung Konzeptlosigkeit vor - es …
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