Ex-Freundin mit Zigarette gequält
schreibmaschine | 8. Dezember 2006 — Weil er seine Ex-Freundin in der Disko mit einer brennenden Zigarette misshandelt hat, wurde ein 21-jähriger Arbeitsloser vom A…
Aus Angst vor seinem Vorgesetzten wurde ein Beamter der Würzburger Hochschule für Musik zum Straftäter: Um eigene Versäumnisse zu vertuschen, fälschte er in sieben Fällen Unterschriften auf Verträgen. Wegen Urkundenfälschung wurde er vom Amtsgericht Würzburg zu zehn Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
Wer „seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger missbraucht“, der begeht laut Strafgesetzbuch einen besonders schweren Fall der Urkundenfälschung. So war es auch bei dem 46-jährigen Beamten, der in der Verwaltung der Hochschule für Musik unter anderem mit der Ausfertigung von Arbeitsverträgen und Auszahlung von Vorschüssen betraut war. Über zwei Stunden brauchten Richter, Anklagevertreter und Verteidiger, um dem Angeklagten das Motiv für seine Taten zu entlocken: „Ich hatte Angst“, sagte der Mann, der in jungen Jahren selbst Musiker werden wollte, sein Studium an der Musikhochschule aber nach vier Semestern abbrach.
Wegen angeblicher Schlampereien sei er mehrfach „vor versammelter Mannschaft an den Pranger gestellt worden“, sagte der 46-Jährige. Deshalb wurde der Mann, dem von einer Psychiaterin eine ängstliche Persönlichkeit bescheinigt wird, zum Urkundenfälscher: Wenn er es versäumt hatte, Semesterverträge für studentische Hilfskräfte rechtzeitig zu erstellen, kopierte er nachträglich die Unterschrift von Kanzlerin oder stellvertretendem Kanzler der Musikhochschule auf das Formular. Er selbst hatte keinerlei Vorteil von den Taten: „Er hat sich nicht auf Kosten seines Dienstherrn bereichert“, stellte der Vorsitzende fest.
Anders war das be…
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