Rue de la Kaque
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Das Verwaltungsgericht Würzburg hat die Klage eines Grundstücks-Eigentümers aus Burkardroth abgewiesen, der eine Aufforstungs-Erlaubnis für ein Stück Wiese bei Stangenroth auf juristischem Weg durchsetzen wollte. Die 1.800 Quadratmeter große Parzelle - ein FFH-Lebensraum Typ „Magere Bergmähwiese“ - sei „von hohem Wert“, betonte Franz-Peter Ullmann, Fachreferent für Umweltschutz beim Landratsamt Bad Kissingen.
Der Kläger ist frustriert: Statt eines Grundstücks „hätte ich mir lieber Golfschläger kaufen sollen“, sagte er vor Gericht. Statt dessen hat der Imker vor einigen Jahren in der Nähe anderer Liegenschaften seiner Familie eine Wiese im Tal der “Oberen Steinach“ erworben, das derzeit von einem Landwirt als Rinderweide genutzt und bewirtschaftet wird. Jetzt will der Kläger nach eigenen Worten einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Wiese in ein Stück Laubwald verwandeln. „Ich habe das Grundstück aus ideellen Gründen gekauft und will dem einen Riegel vorschieben, was die Landwirtschaft mit dieser Fläche anrichtet“, so der Kläger. Die Wiese verwandele sich durch Beweidung und Bearbeitung immer mehr in einen Acker, seltene Blumen und Gräser wie Storchschnabel und Goldhafer seien dort gar nicht mehr zu finden.
Weil die untere Naturschutzbehörde ihr Veto einlegte, erhielt er vom Landratsamt nicht die erforderliche Aufforstungserlaubnis. „Es gibt in Stangenroth jede Menge Grundstücke, die zur Aufforstung geeignet sind. Dieses aber nicht“, betonte Franz-Peter Ullmann vor Gericht. In einer Kartierung aus dem Jahr 2007 wurde die Wiese als Fläche für eine mögliche Erweiterung des Naturschutzgebiets „Schwarze Berge“ vorgesehen. Im zweitgrößten bayerischen Naturschutzgebiet außerhalb der Alpen (rund 3.000 Hektar) seien magere Bergmähwiesen mit nur 67 Hektar „relativ selten“, so Ullmann.
„Da gibt es nichts zu schützen, die Wiese ist durch die Beweidung schon zerstört oder kurz davor. In dieser Ecke findet man keine seltenen Pflanzen mehr“, meint dagegen der Kläger. Die Gegend ist für ihn „wie ein kleines Paradies“, das er durch die Anpflanzung von Bäumen weiter verschönern will. I…
» Vollständiger ArtikelErschienen 29. November 2011 auf http://www.woetzel-online.info/.
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