Auf Pressemitteilungen von Bundesministerien darf man nicht vertrauen

In seinem Urteil vom 15.09.2010 in dem Verfahren 11 A 968/10.Z hat der Hessiche Verwaltungsgerichtshof festgestellt, dass eine Pressemitteilung eines Bundesministeriums wie die des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom 16. Januar 2009 keinen rechtlichen Vertrauensschutz begründen kann.

In dem betreffenden Verfahren ging es dem Kläger darum, die Abwrackprämie für ein Fahrzeug, dass fast keine Laufleistung aber bereits Vorzulassungen hatte, zu erhalten. Hilfsweise stützte er seine Klage auf eine Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums. Das VGH lehnte die Zulassung der Berufung gegen das die Klage abweisende Urteil des Verwaltungsgerichts ab und stellte folgende Leitsätze auf:

1. Im Interesse der Vereinfachung des Verwaltungsverfahrens begegnet es keinen Bedenken, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ausschließlich auf die aus der Zulassungsbescheinigung hervorgehenden Vorzulassungen abstellt mit der Folge, dass auch sogenannte Tages- oder Registrierzulassungen als Zulassung …

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Themen: Vgh Hessen , Abwrackprämie , Umweltprämie , Erstzulasssung , Tageszulassung
Rechtsgebiet: Verwaltungsrecht

Erschienen 10. November 2010 auf http://www.sokolowski.org/.

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