Auf einmal kann man doch telefonieren

In einer Zwangsvollstreckungssache habe ich heute eine SMS erhalten, in der sich die Schuldnerin für die Strafanzeige bedankt und anbietet, Raten zu bezahlen.

Hintergrund war, dass die Schuldnerin von Anfang an versuchte sich mit Ausreden und vermeintlichen Zusagen Zeit zu verschaffen. Bei jedem Telefonat oder Besuch hatte sie einen anderen Grund parat, wieso es im Moment ganz schlecht wäre über die Forderung zu reden. Immer wieder wurden Versprechungen gemacht, dass sie einen großen Teil der Forderung überweisen wird. Passiert ist nichts. Also wurde Mahnbescheid beantragt und mit dem Vollstreckungsbescheid eine Vollstreckungsandrohnung gefertigt. Auch das beeindruckte die Schuldnerin, über die ich im Übrigen hier schon mehrfach berichtet habe, natürlich recht wenig. Ich besuchte sie daraufhin erneut um die Sache letztmalig ohne Gerichtsvollzieher zu regeln, woraufhin sie eine Teilzahlungsvereinbarung abgab und hoch und heilig versprach diese auch einzuhalten.

Ich glaube es ist nicht schwer zu erraten, dass selbstverständlich nie auch nur ein Cent den Weg auf mein Konto oder das Konto meines Mandanten gefunden hat.

Die Schuldnerin wurde dann auch immer dreister und legte beispielsweise grundsätzlich auf, wenn sie hörte, dass es um die Forderung ging. Auch zu Hause ließ sie sich von Ihrer Tochter verleugnen. Da irgendwann auch meine Geduld und Gutmütigkeit ein Ende hat, wurde nach Rücksprache mit dem Mandanten eine Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstattet.

Offensichtlich hatte sie heute morgen bereits Besuch von der Polizei oder erhielt Post von der Polizei. Auf alle Fälle muss sie nun von der Strafanzeige gegen sie erfahren haben und sah sich dann wohl dazu im Stande, doch noch auf eine mehr oder weniger gütl…

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Themen: Telefonieren , Strafanzeige , Betrug , Ratenzahlung , Staatsanwaltschaft , Geduld , Taktik , Schuldner

Erschienen 10. März 2010 auf http://www.stuttgart-inkasso.de.

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