Auf dem Schwarzmarkt

Nach einer langen Beweisaufnahme am Nachmittag habe ich heute abend versucht, in Hannover noch eine externe Festplatte zu kaufen. Das ist mir nicht gelungen, doch dafür bin ich tief in die WM-Begeisterung eingetaucht. Zwar waren nicht alle Spanier und Franzosen echt, die da singend, tanzend und feiernd am Hauptbahnhof, beim Kröpcke und in den Seitenstraßen die bunten Fahnen schwangen. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Teilweise lagen sich die rot-gelben und blau-weißen Fans sogar in den Armen, und selbst ein gar nicht so kleines Grüppchen von übrig gebliebenen Mexikanern war in Feierstimmung. Die heutigen Tanzeinlagen toppen sogar noch die koreanischen Lautsprecherdurchsagen sowie die furiosen "Hopp Schwyz"-Rufer vom letzten Freitag. Wenn man mit Krawatte vom Gericht kommt, wird man auch von Schwarzmarktverkäufern angesprochen. Ein Ticket für 150 Euro wollte mir ein Händler verkaufen, etwas mehr als das Dreifache des Originalpreises. Einen Moment lang habe ich überlegt, ob ich nicht zuschlage, der FIFA mit ihren ominösen AGBs eine lange Nase drehe und mich mit der Welle der Begeisterung ins Stadion tragen lasse. Doch dann war ich mir nicht mehr sicher, ob das so eine gute Idee war. Woran erkenne ich denn, ob das Ticket auch wirklich echt ist? Sind 150 Euro für eine Achtelfinalk…

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Themen: WM , Hannover , Wein

Erschienen 27. Juni 2006 auf http://obiterdictum.wordpress.com/.

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