Asylbewerberheim als Lärmbelästigung

Abwehransprüche, die auf dem öffentlichen Baurecht fußen, können nur von Grundstückseigentümern geltend gemacht werden, nicht von Mietern.

Mit dieser Begründung hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht eine Beschwerde zurückgewiesen. Gegenstand war ein baurechtlicher Nachbarstreit um ein Asylbewerberheim auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg. Die Bewohnern der benachbarten “Englischen Siedlung” hatten beim Verwaltungsgericht auf vorläufigen Rechtsschutz geklagt, der ihnen nicht gewehrt worden war. Gegen diesen wurde dann Beschwerde eingelegt.

Nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts war das Verwaltungsgericht zutreffend in Einklang mit der bisherigen Rechtsprechung davon ausgegangen, dass auf dem öffentlichen Baurecht fußende Abwehransprüche nur von Grundstückseigentümern geltend gemacht werden können, nicht auch von Mietern wie den Antragstellern. Diese müssen den Grundstückseigentümer gegebenenfalls mit mietrechtlichen Mitteln – etwa der Androhung einer Mietminderung – dazu anhalten, in ihrem Interesse tätig zu werden.

Auch Gründe des Gesundheitsschutzes (Art. 2 Abs. 2 GG) führen hier zu keinem anderen Ergebnis. Die von de…

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Themen: Mieter , Oldenburg , Grundstückseigentümer , Baugenehmigung , Lärmbelästigung , Gesundheitsschutz , Asylbewerberheim
Rechtsgebiet: Verwaltungsrecht

Erschienen 10. Januar 2012 auf http://www.rechtslupe.de.

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