FSR Jura/Uni Hamburg mit überragendem Ergebnis
ElbeBlawg | 17. Mai 2006 — Mit einem überragenden Ergebnis ist der Fachschaftsrat (FSR) Jura der Uni Hamburg wiedergewählt worden. Die den FSR stellende G…
Es hätte so schön werden können. Die Internationale Liste an der Heinrich-Heine-Universität stellte sich, wie diverse andere Listen auch, zur diesjährigen Wahl des Studierendenparlaments (SP). Dank eines engagierten und mit gesundem Nachdruck betriebenen Wahlkampfs, gelang es der Internationalen Liste schließlich auch, die meisten Stimmen zu sammeln. Somit stand auch die Mehrheit der Sitze im Studierendenparlament der IL zu. Im Hintergrund wurden bereits Koalitionsverhandlungen geführt. So hatte man sich dieses Jahr auch wieder der Fachschaftenliste angenähert, die bislang eher einen kontroversen Kurs zu fahren pflegte. Die Koalitionsverhandlungen verliefen erfolgsversprechend und standen schließlich auch vor einem guten Ende.
Doch dann kam es ganz anders als geplant. Ein Abweichler aus den eigenen Reihen, der Abgeordnete Nezih Bourokba, trat nach diversen Querelen mit dem Vorsitzenden der IL aus der politischen Vereinigung aus. Schließlich gründete er seine eigene Liste, die sog. “Unabhängige Demokratische Studentenliste” (demokratisch?) und erhielt in einer bisher nie dagewesenen Koalition aus der Fachschaftenliste, der Liberalen Hochschulgruppe, Campus:grün und RCDS den eigenes für ihn geschaffenen Vorstandsposten “Referent für Vorstandsangelegenheiten. Welchen qualitativen Stellenwert eine solche Position im Gesamtgefüge der AStA-Arbeit überhaupt haben kann, mag dahinstehen. Viel suspekter erscheint aber hier das Vorgehen Bourokbas.
So wie er sich anfangs für die IL zur Wahl stellte, für die Ziele dieser Liste Wahlwerbung machte und schließlich auch von den Wählern der IL seine Stimme erhielt, so trat er im Anschluss daran eben aus dieser Liste aus, nahm seine gesamten Stimmen mit, und gründete kurzerhand eine eigene Liste. Weil ihm ein eigener Sitz im SP zustand, ermöglichte er die dadurch verhängnisvolle Koalition aus den oben genannten politischen Gruppierungen.
Es hat einen mehr als faden, nahezu bitteren Nachgeschmack, was sich hier abgespielt …
» Vollständiger ArtikelErschienen 2. August 2010 auf http://www.legalfuture.de.
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