Arzneimittel-Ausgaben stiegen 2008 um mehr als fünf Prozent

Berlin (Reuters) - Die Arzneimittel-Kosten steigen weiter schneller als alle anderen Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

2008 habe die GKV rund 29 Milliarden Euro für Arzneimittel bezahlt und damit erneut 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Arzneiverordnungs-Report 2009. Die Zunahme erkläre sich durch höhere Ausgaben für wenige, aber besonders teuere Mittel wie Medikamente zur Behandlung von Diabetes, Krebs, Bluthochdruck und Autoimmunerkrankungen. Die Kosten für die ärztliche Behandlung an sich seien dagegen nur um fünf Prozent auf gut 24 Milliarden Euro gestiegen.

Kritik übten die Autoren an überhöhten Preisen, die in Deutschland für viele Arzneimittel bezahlt werden müssten. Selbst die reiche Schweiz handle mit der Pharmaindustrie deutlich bessere Medikamentenpreise aus. Deutschland habe den größten Arzneimittel-Markt in Europa, die Patienten müssten aber trotzdem mehr bezahlen als in den Nachbarländern. Ein weiterer Kostentreiber seien die teueren Analogpräparate, die zwar leicht veränderte Wirkstoffe, aber keinen neuen Nutzen besäßen. Insgesamt liege das Einsparpotenzial für Deutschland bei 6,1 Milliarden Euro.



Quelle: Reuters (17. September 2009)

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Themen: Deutschland , Berlin , Germany , Gkv , Schweiz , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Equities , Health And Medicine , Diabetes , Chemicals , Krebs , General News , Pharmaceuticals (sub-industry) , Nature Society And Science , Politics International Affairs And Law , Arzneimittelausgaben 2008

Erschienen 17. September 2009 bei http://www.reuters.com.

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